Triphala – Wissen über Herkunft, Anwendung der Pflanze

Triphala
Triphala

Die  ayurvedische Medizin findet immer mehr Anhänger. Sie greift auf alternative Heilmittel zurück. Oft spielen auch die sogenannten Superfoods hier eine wichtige Rolle. Ein nicht allzu bekanntes Naturheilmittel mit umstrittener Wirkung ist das Triphala Pulver, welchem dennoch eine intensive Heilkraft zugesprochen wird. Wissenschaftliche Belege sind auch hier – wie bei Nahrungsergänzungsmitteln oft eher rar. Stützen kann man sich hier lediglich auf überlieferte Weisheiten und Erfahrungen der praktizierenden Heiler und Naturheilpraktiker. Medikamente können derartige Mittel sicherlich nicht ersetzen. Was Triphala aber überhaupt ist und mit welchen Wirkungen die Hersteller das Produkt anpreisen will hier geklärt sein. Sicherlich sind auch die oft beschriebenen Anwendungsgebiete – ebenfalls mit Erwähnung einiger Studien von Interesse.

Die Informationen über diese Anwendungsgebiete stammen größtenteils von den Herstellern selbst. Dabei kann es durchaus vorkommen, dass verschiedene Hersteller eine andere Mischung anbieten, die noch unterschiedliche Kräuter enthalten. Die Bezeichnung des Mittels deutet aber insbesondere auf die drei enthaltenen vor allem in Asien beheimateten Früchte hin, denen nicht nur in Indien eine heilende Wirkung – gar sogar verjüngende Wirkung zugesprochen wird. Sicherlich handelt es sich hierbei – wie bei pflanzlichen Heilmitteln und Nahrungsergänzungen oft – um wenig erforschte Kuren und Substanzen. Bei der Wirkungsweise kann man sich hier lediglich auf Erfahrungen und Informationen seitens Heilpraktiker stützen. Auch Studien können Anhaltspunkte sein. Klinisch anerkannte Beweise gibt es hier aber keine, weshalb konkrete gesundheitsbezogene Versprechen hier nicht explizit erlaubt sind.

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Was ist Triphala genau?

Bei Triphala handelt es sich nicht um eine Pflanze per se, sondern eher um eine Mischung aus verschiedenen Bestandteilen. Im Grunde also eine vielversprechende Kräutermischung, die in der indischen Heilkunde – auch Ayurveda bezeichnet, ihre Anwendung findet. Viele, der weltweit und auch in Deutschland erhältlichen, pflanzlichen „Heilmittel“ kommen aus Indien oder entstammen der traditionellen, indischen Heilkunst. Dort wird die Kräutermischung insbesondere eingesetzt, um bei Darmbeschwerden eine leichte Abführung herbeizuführen.

Der Glaube: Es soll die Mischung dem Körper Nährstoffe zuführen und ihn laut Hersteller „BioFeel“ zum Beispiel nach der ayurvedischen Heilkunst, reinigen. Auch wird es in der traditionellen Lehre als „Verjüngungskur“ eingesetzt. Diese beschriebene Wirkungsweise von Triphala Extrakten ist jedoch klinisch nur unzureichend erforscht und nicht belegt. Enthalten sind insbesondere getrocknete, indische Früchte wie Bibhitaki, Amla (auch als indische Stachelbeere bekannt) und Haritak. Manchmal werden auch noch andere Gewürze mit verarbeitet. Generell handelt es sich aber um eine Kombination aus den drei Myrobalanenfrüchten. Das Magazin „Zauberfuchs“ beschreibt, dass die Früchte in tibetischen Kuren nachgesagt wird als Entgiftung eingesetzt werden zu können. Entgiftungskuren wie auch Detox sind generell eine umstrittene Angelegenheit. Diese Angaben zu Kuren und Co sind auch deshalb gesetzlich nicht erlaubt und bewiesen – aufgeklärt werden soll an dieser Stelle deshalb auch über solche weit verbreitete Meinungen.

Die indische Heilkunst Ayurveda heißt übersetzt auch „Weisheit des Lebens“. In der schulischen Medizin hat die Lehre hierzulande deshalb nur wenig Einfluss gefunden. Insbesondere in der Naturheilkunde weiß man diese jedoch zu schätzen. Die unterschiedlichsten Präparate werden angeboten. Vom Bad bis hin zu Gewürzen und Pflanzenextrakten. Die traditionelle, chinesische Medizin gilt mehr oder weniger als Konkurrent. Dabei gibt es bei beiden Heilkünsten zwar Überschneidungen, allerdings auch viele Unterschiede. Oft sind Verfechter der ayurvedischen Medizin gar sogar strikt gegen den Einsatz von klassischen Medikamenten, um die „aufgrund der Mangelernährung starken Nebenwirkungen“ zu verhindern – laut Rao Ramana, einem bekannten indischen Arzt.

Herkunft und Herstellung

Wie bereits beschrieben entstammt Triphala der indischen Heilkunst und wird insbesondere dort im Lande auch von Ärzten eingesetzt, die mit der ayurvedischen Heilkunst vertraut sind. Hersteller schwören zumeist darauf, dass die enthaltenen Bestandteile – Myrobalanenfrüchte und häufig auch noch Rosa centifolia ohne Umweltverschmutzung und in Bio Qualität hergestellt werden. Sich an diese Normen zu halten, obliegt der Verantwortung der Hersteller und ist auch wichtiges Qualitätsmerkmal. Rosa centifolia soll zum Beispiel laut einem offiziellen Ayurveda Vertreiber, „Vata und Pitta“ ausgleichend wirken. Die Früchte sollen nach authentischer ayurvedischer Tradition getrocknet und zu einem Pulver verarbeitet werden. Die Kräutermischung wird hierbei nicht nur in Deutschland, sondern weltweit dann als Naturheilmittel verkauft. Wichtig ist, dass der Hersteller bei der Herstellung auch von Pestiziden Abstand hält. Eine möglichst hohe Reinheit des Produkts ist hier ebenfalls von Vorteil.

Inhaltsstoffe von Triphala

Hier gilt es auf die Herstellerangaben zu achten – auch was die Anteile der verschiedenen Inhaltsstoffe angeht. Die Bezeichnung bedeutet „Die drei Früchte“, weshalb man davon ausgehen kann, dass insbesondere die drei folgenden Früchte verarbeitet werden. Zumeist sind deshalb folgende Bestandteile in der Mischung wiederzufinden:

  • Amalaki / Grosella hindu (Emblica Officinalis)
  • Haritaki (Chebulic Mirobalan)
  • Vibhitaki (Bellirica Mirobalan)

Ist Triphala gesund?

Zunächst möchten wir einmal auf die drei Bestandteile eingehen. Die hier beschriebenen Eigenschaften entstammen der ayurvedischen Heillehre. Wissenschaftlich fundierte Angaben sind hier deshalb keine zu finden. Dennoch wurden umfangreiche Untersuchungen und Studien durchgeführt. Verlinkt sind einige am Ende dieses Informations-Beitrages. Amalaki gilt im Ayurveda als Frucht als das stärkste Rasayana. Die indische Stachelbeere wird zudem oft als Verjüngungsmittel bezeichnet und Studien legen nahe, dass sie seinen positiven Einfluss auf den Cholesterinspiegel ausüben könnte.

Die Haritaki ist ebenfalls eine der wichtigsten ayurvedischen Heilpflanzen. In der traditionellen Heilkunde wird die Wirkung so beschrieben, dass sie den Hunger anregen und die Verdauung fördern soll. Bei Geist und Sinnesorgane soll sich eine veränderte Wahrnehmung einstellen. Es gibt die unterschiedlichsten Bezeichnungen und Synonyme für diese Pflanze. Positives zu Herz, Gehirn und entzündungshemmende Eigenschaften werden der Heilpflanze in vielen Darstellungen ebenfalls zugeschrieben.

Bibhitaki bildet das Dritte der Runde – zur Vollendung der Triphala Mischung. Nachgesagt werden dem Bibhitaki unterschiedlichste Heilkräfte im Bezug auf die Muskulatur und dem menschlichen Fettgewebe. Die ayurvedische Heilkunst lässt ebenfalls die Frage offen: „Wirkt der Stoff vielleicht sogar blutreinigend?“ Viele positiv-gesundheitliche Effekte von Triphala sind also ingesamt der unterschiedlichsten Auffassungen zufolge zu entnehmen. Inwieweit diese auch tatsächlich eintreten kann man nur mit Berufung auf unterschiedlichen Erfahrungen und Lehrschriften sagen. Bisher gibt es keine wissenschaftlichen Beweise. Die Wissenschaft wird sich unter Umständen auch in der Zukunft noch intensiver mit den Bestandteilen auseinandersetzen – zumal es bereits einige Studien hierzu gibt.

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Welche Wirkungen soll das Heilmittel haben?

Nachgesagt werden dem Triphala Extrakt positive Wirkungen auf unterschiedliche körperliche Beschwerden. Das Nutrition Journal sagt, dass Triphala eines der Mittel ist, welches eine hohe Menge an Antioxidantien mitbringt. Viele antioxidative Moleküle wie Gallussäure, Ascorbinsäure, Tannine und Bioflavonoide sollen demnach enthalten sein.

Studien untersuchen zudem eine mögliche antimutagene Eigenschaft, weshalb eine Behandlung bei Krebs untersucht wird. Die Studie hierzu wurde unten verlinkt.

Einige Wissenschaftler sagen augenscheinlich, dass der durchschnittliche Tagesbedarf eines Erwachsenen an ORAC-Einheiten etwa 5.000 – 7.000 beträgt . Triphala-Pulver soll laut diverser Hersteller wie “ Classic Ayurveda“ deshalb ein hohes antioxidatives Potenzial mitbringen und einen dementsprechenden Anteil an Antioxidantien aufweisen. Diese angebliche Eigenschaft ist aber unbewiesen und kann nicht als solche genommen werden. Hier kann man sich nur auf die Aussage des jeweiligen Produzenten stützen, die allerdings eben nicht von der EFSA bestätigt sind. Kritiker behaupten nämlich, dass es sich hierbei lediglich um Laborwerte handelt.

Im Ayurveda wird Triphala auch häufig zur Entgiftung eingesetzt. In Versuchen mit Mäusen wurde die Gallussäure, eines der Antioxidantien in Triphala, analysiert. Es kam hierbei der Studie zufolge heraus, dass es die Leberzellen vor einem Giftstoff mit der Bezeichnung „Tetrachlormethan“ behüten kann. Mit diesem Schutz der Leber soll Triphala angeblich den Entgiftungsprozess unterstützen. So sollen der Lehre zufolge freie Radikale neutralisiert und Leberschäden verhindert werden. Die Studien hierzu befinden sich im Anhang. Bitte beachten Sie, dass diese Studien zur Information dienen und nicht offiziell wissenschaftlich anerkannt sind.

Hilft Triphala zur Darmreinigung?

Oft beschreiben Hersteller die Tatsache, dass der Stoff bei Verdauungsbeschwerden helfen soll. Zitiert man das Magazin „Zentrum der Gesundheit“, so soll Triphala förderlich auf die Verdauung wirken. Als „Rasayana“  wird es demzufolge auch deshalb als Verjüngungsmittel bezeichnet. Hersteller beschreiben zudem häufig die entgiftende Eigenschaft auf den Darm und die Leber. Zudem wird dem Stoff eine entsäuernde Wirkung nachgesagt. Belegt wurde dies nur unzureichend. Auch wurde beschrieben, dass die Funktion von Verdauungsenzymen verbessert werden soll.

Angeblich soll es zudem laut AyurVeda AG „hilfreich zur Aufrechterhaltung gesunder Cholesterinwerte“ sein. Zumindest mit Beachtung des Produktes, dass von ihnen vertrieben wird. Auch, wenn es hier keine wissenschaftlichen Beweise gibt, so liest man im Internet dennoch von vielen, positiven Erfahrungen. Ausprobieren kann man Triphala also durchaus, jedoch ohne derartige Wirkungen erwarten zu wollen.

Gibt es Nebenwirkungen?

Nebenwirkungen oder nachteilige Eigenschaften werden ebenfalls von Nutzern beschrieben. Da es sich um ein natürliches, pflanzliches Mittel handelt können auch Nebenwirkungen auftreten, die mit dem vermeintlich auftretenden Entgiftungsprozess zu tun haben sollen. In der indischen Heilkunst heißt es weiterhin, dass Gift- und Schadstoffe aus dem Körper bei der Anwendung von Triphala gelöst werden. Aus tieferen Gewebeschichten sollen diese Stoffe in den Blutkreislauf gelangen, bevor sie endgültig „ausgeschieden werden“. Dieser Vorgang soll deshalb Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen oder Schwindel mit sich führen können.

Beschrieben wird auch manchmal von Verwendern, die ihre Erfahrungen beschreiben, dass der Stuhl „weicher“ wird. Sollten sich die Beschwerden häufen oder die Symptome nicht abklingen, so ist das Nahrungsergänzungsmittel zu reduzieren oder abzusetzen. Hier sollte man sich zudem mit einem Arzt in Verbindung setzen, auch wenn man über die Einnahme noch unsicher ist.

Mögliche Anwendungsgebiete?

Laut Hersteller AyurVeda AG und Erfahrungen der Ayurveda-Lehre lässt sich die Mischung bei folgenden Beschwerden anwenden – ohne dass allerdings wissenschaftliche Belege hierzu geliefert wurden. Bestätigt sind diese Einsatzgebiete deshalb nicht:



  • Reinigung und Regenerierung des Verdauungstraktes
  • Entgiftung der Leber, Darm und des Blutes
  • Entsäuerung
  • Unterstützung der Gesundheit der Blase
  • Verbesserung der Funktion der Verdauungsenzyme
  • Anti-Oxidantiv
  • Entgiftung von Körpergewebe – zudem noch Blut, Muskeln und Fettgewebe
  • Aufrechterhaltung gesunder Cholesterinwerte
  • Sanft abführende Wirkung
  • Unterstützung der Gesundheit der Atemwege
  • Pflegender Effekt für Augen und Haut

Einnahme und Dosierungsempfehlungen für Triphala

Die obigen Angaben sind sicherlich umstritten. Im Rahmen unserer Recherchen sind dies jedoch die Anwendungsgebiete, die am häufigsten angegeben werden. Bei der Einnahme und Dosierung sollte man sich auf die Angaben des Herstellers stützen. Hierbei werden normalerweise 2 mal täglich jeweils eine Kapsel empfohlen. Je nach angebotener Menge und Wirkstoffanteil kann dies natürlich variieren, weshalb wir hier keine verlässliche Antwort liefern können. Am besten ist man deshalb bedient, wenn man sich an die Angaben der Verpackung hält. Im Internet werden häufig Kuren von 2-4 Wochen alle 6 Monate empfohlen. Es gibt verschiedene Geschmacksrichtungen von süß bis bitter oder scharf.

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Wie kann man die Kräutermischung einsetzen?

Normalerweise wird Triphala als Kapseln oder in Pulverform im Handel angeboten. Beim Kochen und in der Küche findet es nur wenig an Verwendung. Ayurveda Köche und Heilpraktiker empfehlen meist abends vor dem Zubettgehen 1 TL Triphala mit etwas Honig vermischt einzunehmen. Anschließend trinkt man warmes Wasser nach. Zu Beginn empfiehlt es sich, mit ¼ TL anzufangen und langsam die Dosis zu steigern. So hat man ein gutes Gefühl, welche Einnahme einem am besten kommt. Man kann auch einen Tee zubereiten, indem man einen halben Teelöffel Triphala-Pulver in einer Tasse heißes Wasser auflöst. Anschließend rühren und etwas abkühlen lassen. Am besten abends vor dem Zubettgehen trinken. Der Geschmack kann etwas ungewöhnlich sein und wird für viele verschieden empfunden. Man gewöhnt sich jedoch schnell daran.

Studien über Triphala

Wissenschaftliche Studien über Ayurveda:

http://wiki.yoga-vidya.de/Wissenschaftliche_Studien_Ayurveda

Studie über den möglichen Einsatz bei Krebs:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21138390?dopt=Abstract

Studie über Triphala und dermale Fibrolasten:

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26731545

Studie bezüglich Lebererkrankungen:

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26730147

Untersuchungen bezüglich des antioxidativen Potentials:

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26731545

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