Sacha Inchi – die Inka Erdnuss

Sacha-Inchi Öl
Sacha-Inchi Öl

Gesunde Ernährung wird heutzutage (zum Glück) immer mehr zum Trend. Gerade die sogenannten Superfoods sind gewaltig auf dem Vormarsch. Eines, welches häufig auch als Superfood bezeichnet wird ist die Inka-Nuss oder das Sacha Inchi Öl, das darauf basierende Natur-Produkt wird auch Berg-Erdnuss oder Inka-Erdnuss genannt. Das besondere an ihr? Sie enthält so viele Omega-3-Fettsäuren wie kaum eine andere Pflanze, beziehungsweise kein anderes Pflanzenprodukt. Dies wurde bereits in diversen Studien nachgewiesen (siehe unten).
Schon vor Jahrhunderten wussten die Inka um die Heilkräfte der Berg-Erdnuss. Noch heute verwenden Frauen der indigenen Bevölkerung das Öl entweder als Kosmetikum oder setzen es bei Muskelkater oder Rheuma ein. Doch kann die Nuss hier wirklich helfen?

Fest steht, es wird dafür verwendet, um verschiedene Gerichte noch einmal zu verfeinern. Die Nuss kann natürlich auch pur verzehrt werden. Allerdings sollte man darauf achten, dass diese vorher geröstet wurde. Denn der Geschmack ist für unsere westlichen Gaumen etwas gewöhnungsbedürftig. Tipp: Das Sacha Inchi-Öl gilt als vegane Alternative zum Fischöl.

Was ist die Inka-Nuss überhaupt?

Die Sacha-Inchi wird seit über 3000 Jahren im Amazonasgebiet angebaut, beziehungsweise kultiviert. Die Inchi-Pflanze, die auch Inka-Inchi genannt wird (lat. Plukenetia volubilis), wurde als heilig verehrt, und die gerösteten Nüsse wurden gegessen, um den Inka Stärke und Mut zu verleihen. In Keramiken, die in alten Inkagräbern gefunden wurden, befanden sich bereits Sacha-Inchi-Nüsse.

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Bio Sacha-Inchi-Öl
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Die Inka-Nuss-Pflanze ist eine Kletterpflanze, deren Ranken bis zu drei Meter lang werden können. Sie gehört zur Familie der Wolfsmilchgewächse und wächst in den tropischen Gebieten Südamerikas und auf den Antillen. Mittlerweile gehört auch Thailand zu den Anbaugebieten von Sacha-Inchi. Die Rankenpflanze mit den haarigen Blättern gehört zu den mehrjährigen Gewächsen. Das heißt, sie muss nach dem Abernten nicht jedes Jahr neu angepflanzt werden. Mitte der 90er-Jahre wurde dann auch die restliche Welt auf die Berg-Erdnuss aufmerksam. Der Grund: Es wurden erstmals Daten zu den ungewöhnlichen Fett- und Aminosäuremustern veröffentlicht, die in der Nuss enthalten sind. Und schnell fand diese Frucht weitere Verbreitung.

Gleichzeitig begann man auch den Anbau zu fördern, ganz besonders in Peru, denn die Sacha-Inchi gedeiht sehr gut im peruanischen Amazonasgebiet und hat dort sogar ihren Ursprung. Die Förderung geschah zum Teil auch aus politischen Gründen, um den Anbau der Coca-Pflanze zurückzudrängen. Peru war ursprünglich das größte Coca-Anbaugebiet. Heute befindet sich das Land „nur“ noch auf Platz Drei. Der Anbau der Sacha-Inchi hilft mit dazu die Bodenerosion an den Urwalhängen zu verhindern.

Die Inka-Nuss wurde von der peruanischen Regierung zur bedrohten Pflanze erklärt. Es werden allerdings Agrarprogramme unterstützt, die den Fokus auf nachhaltigem und ökologischem Anbau haben. Dies kommt vor allem der indigenen Bevölkerung in den peruanischen Anden zugute, die durch den Anbau einen großen Teil ihres Lebensunterhalts finanzieren können. Die Programme werden im Übrigen staatlich überwacht. Genannt wird das Programm Pro-Amazonia.

Die Sacha-Inchi ist im botanischen Sinne gar keine Nuss, sondern ein Samen. Um ideal wachsen zu können, benötigt die Inka-Nuss Temperaturbedingungen zwischen 10 Grad und 36 Grad Celcius. Sie kann dann sogar bis auf einer Höhe von 1700 Metern gedeihen. Grundvoraussetzung ist hierfür allerdings genug Wasser und saure Böden. Deswegen wächst die Berg-Erdnuss am liebsten in der Nähe von Flüssen. Der Name Sacha Inchi kommt im Übrigen aus dem peruanischen Regionaldialekt Quechua. Sacha bedeutet dort Hügel, und Inchi ist das Wort für Erdnüsse.

Wie wird die Sacha Inchi geerntet?

Sind ideale Wachstumsbedingungen vorhanden (also genügend Wasser und ein saurer Boden), keimt der Samen bereits nach zwei Wochen nach der Aussaat. Nach einer weiteren Woche folgt dann der Stängel mit dem ersten Blatt. Nach etwa drei bis fünf Monaten beginnt die Inka-Nuss zu blühen. Danach dauert es noch einmal drei bis vier Monate, bis die ersten Früchte reifen. Diese sind zunächst grün, je weiter der Reifungsprozess voranschreitet, umso mehr dunkeln die Früchte nach, bis sie eine dunkelbraune oder grau schwarze Farbe erreicht haben. Dann sind die Berg-Erdnüsse reif und können geerntet werden. Der ganze Prozess – von der Aussaat bis zur Ernte – benötigt circa 7,5 bis 9,5 Monate.

Da die Sacha-Inchi sehr groß wird, wenn sie natürlich wächst, wird sie auf den Plantagen auf zwei Meter Höhe gestutzt. Das erleichtert die Ernte ungemein. Die Samenkapseln, die nach der Reifung aufplatzen, haben durchaus Ähnlichkeit mit den Sternanis-Früchten. In jeder der Kammern ist eine der begehrten Berg-Erdnüsse enthalten.

Geerntet werden die Samenkapseln ganz klassisch, ähnlich wie Nüsse. Die Ernte erfolgt manuell. Früher wurden auch die Schalen per Hand geknackt, heute erledigt diese Arbeit eine Maschine. Danach werden die Berg-Erdnüsse in der Sonne getrocknet und zu Öl gepresst, geröstet oder gemahlen. Das Öl wird im Übrigen kalt gepresst. Nach der Pressung bleibt ein sogenannter Kuchen zurück, der als Eiweißquelle für Mensch und Tier dienen kann. Traditionell werden die Nüsse nach der Ernte geröstet und mit Maismehl und Pfeffer gemischt. Dadurch verliert die Inka Nuss ihren leicht bitteren Geschmack. In manchen Gegenden wird das aus der Inka-Nuss gewonnene Öl auch als Lampen- oder Schmieröl benutzt.

Inhaltsstoffe von Sacha-Inchi Öl oder auch Inka-Nuss

Das Öl, das aus der Inka-Nuss gewonnen wird, weist einen Omega 3-Anteil (Alpha-Linolensäure) von 47,9%, 34,95% Omega- (Linolsäure) und 9,36 % Ölsäure Omega 9 auf und hat damit den höchsten Gehalt aller Speiseöle an essentiellen mehrfach gesättigten Fettsäuren. Diese sind für den menschlichen Organismus lebenswichtig, da der Körper diese nicht selbst herstellen kann. (Eurofins Analytik GmbH/Hamburg/SSOG – Accredia – Mailand). Im Übrigen hat das Sacha Inchi Öl im Jahre 2007 die Goldmedaille bei der AVPA Food Commodities erhalten. Das Öl hat etwa 800 kcal pro 100 Gramm. Es ist eine tolle Alternative zu Fischöl. Andere pflanzliche Öle wie Oliven-, Distel- oder Sonnenblumen-Öl haben einen Anteil von 1 %, das Sacha Inchi Öl fast 50 % an der Alpha-Linolensäure – auch Omega-3-Fettsäure.

Die Nähwerte der Sacha Inchi

Nachstehend noch einige Nährwerte, die in Sacha Inchi pro 100 ml, beziehungsweise pro 100 Gramm enthalten sind:

  • Energie: 3442 Kj/837 Kcal
  • Fett: 93 Gramm

wobei hier unterschieden wird zwischen:

  • Einfach ungesättigten Fettsäuren: 10 Gramm.
  • mehrfach ungesättigten Fettsäuren 76 Gramm.
  • gesättigten Fettsäuren: 7 Gramm
  • Vitamin E: 35 mg
  • Protein: 60% Anteil im Eiweißpulver

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Wirkung der Inka-Nuss

Von amerikanischen Gesundheitsbehörden wurde ein täglicher Bedarf zwischen 100 mg und 600 mg an den Omega 3 Fettsäuren EPA und DHA genannt, beziehungsweise empfohlen. Auch die EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) empfiehlt einen täglichen Verzehr von 250 Gramm dieser Fettsäuren. Der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) schließt sich dem im Übrigen an.

Oft brechen ernährungsbewusste Menschen in Panik aus, wenn sie das Wort „Fett“ nur hören oder lesen. Allerdings handelt es sich bei den essentiellen Fettsäuren, die im Öl der Inka-Nuss enthalten sind, um sogenannte „gute Fette“. Die Alpha-Linolensäure (Omega-3) ist für den Menschen zum Beispiel notwendig. Diese auch als ALA bezeichnete Fettsäure trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels im Blut bei. Das Inka-Nuss Öl gehört zu den besten Quellen von ausgewogenen, pflanzlichen Omega-Fettsäuren. Zudem enthält es Vitamin E: 17-35 mg/100 g als Antioxidant, weshalb es häufig auch in der Kosmetik zum Einsatz kommt. Sportler, Veganer / Vegetarier und Allergiker (Zöliakie) können gleichermaßen einen Vorteil aus den Inhaltsstoffen ziehen.

Natürlich ist diese Fettsäure auch in Seefischen enthalten. Viele Menschen essen jedoch aus moralischen, geschmacklichen oder gesundheitlichen Gründen keinen Fisch. Öl, das aus der Inka Nuss gewonnen wurde, schmeckt fruchtig und leicht nussig – zudem ist es vegan. Die Farbe des Öls schillert über leicht transparent bis intensiv gold- und bernsteinfarben.

Sacha Inchi in der Kosmetik

Häufig wird das aus der Nuss gewonnene Öl in der Kosmetik-Industrie verwendet, da es Vitamin E enthält, das oft als Anti-Aging-Vitamin gilt. Kosmetik aus Sacha-Inchi-Öl soll bei äußerer Anwendung das Feuchtigkeitsgleichgewicht in der Haut wieder herstellen sowie Haare und Nägel stärken. Auch bei Schuppenflechte oder Neurodermitis soll das Öl helfen, zumindest trockener Haut entgegenzuwirken. Manche Heilpraktiker verwenden das Öl aus der Inka-Nuss auch als Massageöl, da es gegen rheumatische Beschwerden und Muskelkater helfen soll.

Sacha Inchi-Öl in der Küche

In der Küche eignet sich das Sacha-Inchi-Öl unter anderem als Dressing oder Dip. Natürlich kann es auch in Saucen, Nudeln oder auf dem Brot verwendet werden. Allerdings sollte das Öl nicht heiß erwärmt werden, da hier viele wertvolle Inhaltsstoffe verlorengehen.

Das Sacha-Inchi-Öl ist im Übrigen im Gegensatz zu anderen Speiseölen sehr lange haltbar, da es relativ oxidationsstabil ist. Wird es trocken und dunkel gelagert, kann es bis zu einem Jahr verwendet werden. Zudem enthält die Berg-Erdnuss keinerlei Gluten und kann auch bei Zöliakie verzehrt werden.

Die Berg-Erdnuss, beziehungsweise das Öl, ist auch sehr eiweißhaltig. Bei Forschungen wurde als wichtigstes Speicherprotein – ein neuartiges Albumin – isoliert, das wasserlöslich ist. Das Muster dieser Aminosäure entspricht in seiner Zusammensetzung der Ernährungsempfehlung der FAO/WHO für einen erwachsenen Menschen. Zudem hat es einen ungewöhnlich hohen Tryptophan-Gehalt. Dazu ist der Gehalt an Phenylalanin vergleichsweise niedrig. In Vitro zeigte es einer Studie zufolge eine gute Verdaulichkeit. (Sathe SK, et al. Isolation, purification, and biochemical characterization of a novel water soluble protein from Inca peanut (Plukenetia volubilis L.). J Agric Food Chem 2002; 50). Hier handelt es sich allerdings um eine Studie, die noch nicht wissenschaftlich bestätigt ist.

Weitere mögliche Anwendungsgebiete auf der Haut

Auf der Haut gilt Kosmetik, die aus Sacha Inchi hergestellt wird, als juckreizlindernd und antiallergen. Zudem soll sie bei Entzündungen hilfreich sein.

Außerdem werden noch andere mögliche Anwendungsgebiete der Sacha Inchi diskutiert. Es wird neben einer cholesterinsenkenden Wirkung auch ein positiver Effekt bei zu hohem Blutdruck erhofft. Zudem wird auch die Wirkung bei psychischen Erkrankungen und bestimmten Krebsarten (Prostata und Krebs) erforscht. Auch dies ist bis jetzt noch nicht wissenschaftlich bestätigt, da bisher nur Tierversuche stattfanden.

Auch wenn die Inka-Nuss viele positive Eigenschaften besitzt, sollten Diabetiker aber trotzdem mit ihrem Arzt sprechen, bevor sie Sacha-Inchi-Öle oder Produkte konsumieren. Kinder und Senioren können alle Produkte aus Sacha Inchi relativ bedenkenlos verzehren, wenn keine Unverträglichkeiten oder Erkrankungen vorliegen, bei denen eine Einnahme kontraproduktiv wird.

Welche Produkte aus Inka-Nüssen sind erhältlich?

Im Handel ist Sacha Inchi in verschiedenen Produktvariationen erhältlich. Zum einen gibt es natürlich das Sacha-Inchi-Öl. Hier sollte man darauf achten, dass man zu 100% reines Naturöl aus ökologischem Anbau kauft. Dann gibt es natürlich auch die gerösteten Nüsse, die so gegessen werden können wie sie sind, aber auch eine interessante Beilage zum Salat darstellen.

Zudem gibt es auch Sacha-Inchi-Proteinpulver, das aus den Kernen gewonnen wird. Dieses Pulver ist besonders gut für Sportler unterstützend zum Muskel- und Kraftaufbau geeignet. Es kann im Essen oder als Getränk genossen werden.

Natürlich gibt es auch Kosmetikprodukte aus dem Sacha-Inchi-Öl, sei es Haar- oder Hautöl oder Hautbalsam.

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Sacha-Inchi Öl kaufen

Wer nun Sacha-Inchi Öl beziehen möchte, der sollte reines Öl aus Peru kaufen. Beste Qualität und ohne Zusatzstoffe sollte oberste Priorität haben. Online kann man Produkte aus der Inkanuss, zum Beispiel auch Sacha-Inchi Pulver und ganze Nüsse relativ günstig kaufen. Im gewöhnlichen Supermarkt wird es eher schwierig hier auf Produkte zu treffen. Wenn überhaupt kann man in gut sortierten Feinkostläden fündig werden. Ein Bio-Siegel ist von Vorteil. Preislich gesehen befindet man sich etwa im Bereich zwischen 8 und 10 Euro pro 100 ml.

Studie über Sacha-Inchi

Studie über Tryptophan und essentielle Aminosäuren:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12166980

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