Piperin (Bioperin) – Wissenswertes & Inhaltsstoffe

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Pfeffer

Piperin sollte vielen ein Begriff sein. Als beliebtes Nahrungsergänzungsmittel ist der Stoff beispielsweise in Kapselform erhältlich und wird gerne in Kombination mit Extrakten der Kurkumawurzel eingenommen. Piperin sorgt für die Schärfe im Pfeffer und kommt in verschiedenen Pfeffer Sorten vor. So in grünem, weißem und schwarzem Pfeffer. Aber auch in den roten Sorten ist er etwa in einem Verhältnis zu 2 bis 4% enthalten. Besonders bekannt ist das „Superfood“ als Bioperin, welches unter diesem Begriff in den verschiedensten online Stores erhältlich ist. Bioperin Produkte enthalten bis zu 95% Piperin. Wie gesund ist die Nahrungsergänzung wirklich und welche Wirkungen werden ihr nachgesagt? Unter anderem soll es nämlich die Verwertung von Curcumin verbessern. In vielen Ratgebern liest man auch die Empfehlung Piperin beim Abnehmen einzusetzen, um unterstützende Effekte bei einer Diät, beziehungsweise Gewichtsabnahme zu erfahren.

Was ist Piperin?

Bei Piperin handelt es sich um ein Piperidin-Alkaloid, welches der Gruppe der Säureamid-Alkaloide angehört. Piperin ist dabei die chemische Verbindung aus Piperinsäure und Piperidin. Die Verbindung bildet einen gelblichen (gelegentlich auch farblosen) Feststoff. Im Jahre 1819 wurde der Feststoff erstmals von Hans Christian Ørsted isoliert. Als Hauptalkaloid des schwarzen Pfeffers, auch „Piper nigrum“ genannt ist es Träger des scharfen Geschmacks in Pfeffer. In der Regel ist es zu 2-4% – in manchen Pfeffersorten aber auch bis zu 9 Prozent enthalten. Im Kubeben-Pfeffer ist Piperin lediglich zu 0,4% enthalten. Piperin lässt sich auch synthetisch herstellen durch Piperidin und Piperinsäure, oder indem man Ethanol aus schwarzem Pfeffer extrahiert und diesen danach kristallisiert.

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Genauer lässt sich Piperin durch alkoholische Kalilauge unter Aufnahme von Wasser in Piperinsäure und Piperidin spalten. Mittels saurer Katalyse kann im Magen Formaldehyd abgespalten werden, weshalb eine hohe Aufnahme nicht empfehlenswert ist. In größeren Mengen ist Piperin – oft als Schwarzer Pfefferextrakt bezeichnet deshalb potentiell schädlich für den Körper. Es gelten hier die Dosierungs- und Einnahmehinweise der Hersteller, um eine Überdosierung zu vermeiden.

Wissenswertes über den Schwarzen Pfeffer

Seit Jahrhunderten ist der Pfeffer in allen Variationen als Gewürz besonders beliebt. Doch auch in der alternativen Medizin fand er immer wieder seinen Einsatz. So galt Cayennepfeffer lange Zeit als Naturheilmittel gegen Arthrose und Rheuma in der alternativen Medizin. Zudem wurde er früher auch zur Konservierung von Lebensmitteln eingesetzt. Der Schwarze Pfeffer (Piper nigrum) dient als Grundlage zur Extrahierung von Bioperine. Piper nigrum gehört zu den am weitesten verbreiteten Pfefferarten. Die enthaltenen ätherischen Öle und die scharf schmeckenden Säureamide machen ihn so wertvoll. Schwarzer Pfeffer führt bei purem Genuss zu einer reflektorischen Anregung der Speichel- und Magensaftsekretion. Auch das Verdauungssystem soll profitieren. In Speichel und Pankreas soll durch den schwarzen Pfeffer die Aktivität des Verdauungsenzyms Amylase gesteigert werden. Traditionell wird der Schwarze Peffer auch in der chinesischen Ernährungskunde eingesetzt.

Inhaltsstoffe und Zusammensetzung von Bioperin Kapseln

Piperin forte Kapseln oder Bioperin Kapseln sind auf dem deutschen Markt weit verbreitet. Zusätzlich zu Piperin findet sich häufig noch Cayennepfeffer in derartigen Nahrungsergänzungsmitteln – so zum Beispiel in Piperin forte. Hauptsächlich setzen sich die Kapseln jedoch aus dem Schwarzen Pfefferextrakt zusammen (meist bis zu 95% Piperin). Häufig wird noch ein natürlicher Füllstoff wie Maisstärke verwendet. Achten sollte man auch darauf welches Trennmittel verwendet wird, wie beispielsweise Magnesiumsalze von Speisefettsäuren E 470 b (Magnesium-Stearat).

Piperin Dosierung

Für gewöhnlich wird Piperin je nach Verabreichung im Bereich von 10-20 mg dosiert. Bei Kapseln gilt es auf die enthaltene Piperinmenge zu achten. Hersteller sind dazu verpflichtet Angaben zur Wirkstoffkonzentration und Dosierung zu machen. Der Verbraucher ist dazu angehalten diese Angaben zu beachten, da eine Überdosierung für den Körper schädlich sein kann. Auch Sportler und Fitness-Fans sowie Bodybuilder konsumieren Bioperin, beziehungsweise Piperin als Supp – ähnlich wie Pine Pollen. So zum Beispiel enthalten diverse Pre-Workout Booster das Alkaloid. Häufig kommt Piperin in Kombination mit weiteren Inhaltsstoffen daher oder pur als Pulver, beziehungsweise in Kapselform.

Anwendung und Wirkung von Piperin

In erster Linie nehmen die Anwender das Nahrungsergänzungsmittel zu sich, um die Nährstoffaufnahme zu erhöhen oder den Stoffwechsel anzukurbeln. Letzterer Effekt soll auch dem Cayennepfeffer zugeschrieben werden. Dies zeigt weshalb Bioperin und Co gelegentlich auch ergänzend zu einer Diät oder zum langfristigen Abnehmen eingenommen werden. Eine ausgewogene Ernährung kann und sollte dadurch jedoch nicht ersetzt werden. Es handelt sich um ein Nahrungsergänzungsmittel auf natürlicher Basis. Für die beiden genannten Eigenschaften und Anwendungen gibt es trotz einiger durchgeführter Studien keine schlagkräftigen Nachweise seitens der Wissenschaft. Dennoch ist zum Beispiel im Journal of Ayurveda and Integrative Medicine ein Artikel erschienen, der darauf hindeutet, dass das Alkaloid in einigen Versuchen die Aufnahme einiger Nährstoffe und Makronährstoffe erhöhen konnte.

Der Artikel – im Anhang verlinkt beschreibt einen möglichen Einsatz von Piperin bei Mangelernährung. So könne demnach die Aufnahme von Betakarotin, Vitamin C, Selen, Vitamin A und Vitamin C erhöht werden. Besonders bekannt ist die Studie, die zeigte, dass Bioperin in Versuchen dazu beigetragen hatte die Bioverfügbarkeit von Curcumin um etwa 2000% zu erhöhen. Auszugsweise heißt es laut Quelle:

Die gleichzeitige Verabreichung von Piperin (20 mg) erhöhte die Serumkonzentration von Curcumin innerhalb eines kurzen Zeitraumes von 1-2 Stunden. Nach dieser Zeit war die Menge signifikant erhöht, während unter anderem die Eliminationshalbwertszeit deutlich abnahm und die Bioverfügbarkeit um 154% erhöht wurde. Auf der anderen Seite – beim Menschen waren nach einer Dosis von 2 g Curcumin die Serumspiegel entweder nicht nachweisbar oder sehr gering erhöht. Die gleichzeitige Verabreichung von Piperin (20 mg) erzeugte viel höhere Konzentrationen innerhalb 0,25 bis 1 Stunde nach Verabreichung. Der Anstieg der Bioverfügbarkeit betrug 2000%.

Auch gibt es Hinweise auf eine potentielle Anwendung gegen Depressionen und zur Behandlung von Entzündungen. Obwohl es keine wissenschaftlich bestätigten Nachweise diesbezüglich für die Verwendung beim Menschen gibt wurde eine Studie im Jahr 2009 durchgeführt, die mögliche entzündungshemmende Eigenschaften von Piperin untersuchte. In Tierversuchen konnten derartige entzündungshemmende Effekte beobachtet werden. Eine weitere Studie erzielte sogar das Ergebnis, dass die Schmerzresistenz womöglich erhöht werden könnte und das Alkaloid unter Umständen sogar bei Arthritis hilfreich sein könne. Manche Studien deuten sogar daraufhin, dass antidepressive sowie steigernde Wirkungen auf das Gehirn erzielt werden könnten. Auch dieses Gebiet ist bis heute jedoch nicht weiter erforscht.

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Abnehmen mit Bioperin?

Diverse Studienergebnisse lassen tatsächlich Rückschlüsse darauf zu, dass Piperin beim Abnehmen hilfreich ist. Diese These ist gegenwärtig noch nicht weiter bewiesen worden. Eine Studie aus Korea – durch den Forscher Ui-Hyun Park durchgeführt deutet auf eine mögliche Wirksamkeit hin. Ergebnis der Studie war, dass die Inhaltsstoffe des schwarzen Pfeffers bei Krankheiten wie Adipositas hilfreich sein könnten. Eine indische Studie erzielte ähnlich positive Ergebnisse. Im Jahre 2011 fanden indische Forscher heraus, dass das Alkaloid auf übergewichtige Ratten einen positiven Effekt hatte. Faktoren wie Fettmasse, Cholesterin und Körpergewicht wurden unter Verabreichung des Extraktes näher untersucht. Laut Studie verbesserten sich die Werte hinterher deutlich.

Piperin beim Muskelaufbau

Im Muskelaufbau und Bodybuilding wird Bioperin vor allem eingenommen, um die Bioverfügbarkeit zu verbessern. Eingenommene Supplemente sollen dadurch ähnlich wie durch die Aufnahme von L-Arginin besser verwertet werden können. Oben bereits angedeutete Studien dienen als Grundlage dieser Annahme, wenn auch nicht offiziell bestätigt. In vielen Bodybuilder Kreisen gilt das Alkaloid dennoch als Stoff, der die Wirkung von Supplements erhöht. Supplements dienen dazu dem Körper diverse Nährstoffe zuzuführen, die der Körper zum Aufbau von Muskelmasse benötigt. Die Nährstoffaufnahme soll durch Piperin deshalb effektiver vonstatten gehen, so die Fitness Webseite „Stronggeneration“. Zusätzlich soll der Anwender von der schärfenden und wärmenden Wirkung im Körperinneren profitieren, die dem Stoffwechsel zugute kommt – so heißt es.

Piperin in der Krebsforschung

Auch in der Krebsforschung spielt Piperin ähnlich wie Curcumin eine große Rolle. Untersucht wurde in diversen Studien, welche Auswirkung das Extrakt des schwarzen Pfeffers auf Krebszellen hat und, ob es möglicherweise zur Behandlung von Krebs beitragen könnte. So wurden diverse Versuche unternommen, bei denen Piper nigrum Extrakt verabreicht wurde, um Krebszellen zu untersuchen. Unter anderem eine Studie aus Thailand hat sich damit beschäftigt, indem sie die Reaktion auf Ratten testete.

Ausgangspunkt der Studie ist, dass Piper nigrum häufig in der traditionellen Medizin verwendet wird. Die genannte Studie zielte darauf ab, die Antikrebs- und Krebsvorsorgeaktivität eines Piper nigrum-Extrakts gegen Brustkrebszellen und N-Nitrosomethylharnstoff -induzierte Mamma-Tumorentstehung bei Ratten zu untersuchen. Die zytotoxischen Effekte und der Wirkmechanismus gegen die Krebszellen wurden unter Anwendung diverser Mechanismen untersucht. Die Ergebnisse zeigten, dass Piper nigrum das Wachstum von luminalen Brustkrebszellen mehr hemmte als die basal-ähnlichen durch Induktion eines Zelltods.

Darüber hinaus zeigte Piper nigrum eine größere Selektivität gegenüber Brustkrebszellen als Darmkrebs, Lungenkrebs und Neuroblastomzellen. In einer akuten Toxizitätsstudie führte eine einmalige orale Verabreichung des Extraktes in einer Dosis von 5.000 mg / kg Körpergewicht zu keiner Sterblichkeit und Morbidität (Krankmachung) während eines 14-tägigen Beobachtungszeitraums. Der Extrakt selbst hat im Vergleich zu den Kontrollgruppen keine Veränderungen der biochemischen und hämatologischen Parameter verursacht. Zusammenfassend hatte Piper nigrum eine geringe Toxizität und eine starke Antitumorwirkung auf die Brusttumorentstehung bei Ratten. Bisher gibt es jedoch keine Beweise in der Humanforschung.

Mögliche Nebenwirkungen von Bioperin

Ob Piperin gesund ist und einem helfen kann muss auf Basis der Studien jeder selbst für sich entscheiden. Hinweise gibt es genug. Die Ergebnisse sind teils sehr positiv, wenn auch nicht wissenschaftlich gedeckt. Die Einnahme von Piperin ist generell als sicher und unbedenklich einzustufen. Diverse Untersuchungen lieferten keine negativen Ergebnisse hinsichtlich der Blutwerte oder ernster Nebenwirkungen.

  • Dennoch kann im Magen durch eine hohe Piperin Aufnahme Formaldehyd abgespalten werden – wie diverse Berichte andeuten. Letztendlich könnte dies für den Körper schädlich sein.
  • Eine Überdosierung sollte deshalb vermieden werden.
  • Eine Vermutung legt nahe, dass Bioperin auch die Aufnahme von Medikamenten verstärken könnte. Demnach könnte es zu einer Überdosierung von Medikamenten kommen.

Piperin oder Bioperin darf deshalb nicht eingenommen werden, wenn man sich in einer medikamentösen Behandlung befindet. Zudem werden mögliche Wechselwirkungen auf den Leberstoffwechsel beschrieben, wodurch auch der Blutspiegel von Medikamenten möglicherweise erhöht werden könnte. Vor der Einnahme wäre es stets ratsam zur Sicherheit einen Arzt um Meinung zu bitten.

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Was bei der Einnahme und Kauf beachten?

Kombi Präparate mit Curcumin sind besonders beliebt. Das aus Pfefferpflanzen extrahierte Nahrungsergänzungsmittel wird meist unter dem Namen Bioperin oder Piperin forte verkauft. In der Regel sind diese als Kapsel erhältlich. Präparate, die zusätzlich Curcumin enthalten sollen darauf abzielen, die Aufnahme von Curcumin zu steigern, so die Hersteller. Studien geben keine klaren Anweisungen bezüglich einer Dosierung. Meist werden Quellen zufolge jedoch 10-20 mg empfohlen. Zu Anfang sollte man niedrig dosieren, um den Körper an die Einnahme zu gewöhnen und zu beobachten. Es gilt stets die Hinweise der Hersteller zu beachten. Reine Piperin Extrakte ohne künstliche Zusatzstoffe sind die beste Wahl.

Studien und Quellen zu Piperin

Bioperin und Cucumin:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9619120

Artikel bezüglich Bioverfügbarkeit:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3151395/

Indische Studie im Bezug auf Abnehmen:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3113382/

Piper nigrum in der Krebsforschung:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26511488

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