Pfefferminzöl Kapseln – Wissenswertes und Anwendung

Pfefferminze
Pfefferminze

Die Pfefferminze bringt als Pflanze eine lange Geschichte mit sich. Sie wird bereits seit der Antike verwendet und wurde sogar schon den Pharaonen als Grabbeigabe mitgegeben. Sie wird schon lange und in vielen Kulturen als Heilpflanze genutzt, so beispielsweise in Afrika und Griechenland. In Europa ist das erste Zeugnis von der Nutzung der Pflanze als medizinisches Mittel ungefähr aus dem Jahr 100 nach Christus. Die eigentliche Pfefferminze wie wir sie heute kennen, entstand allerdings erst im 17. Jahrhundert und entstammt aus unterschiedlichen Kreuzungen. Seitdem ist sie ein integraler Bestandteil vieler Hausapotheken zum Beispiel als Pfefferminzöl Kapseln geworden.

Was ist Pfefferminzöl?

Die Pflanze zeichnet sich durch ihre außerordentliche Vielseitigkeit aus, da sie unabhängig vom medizinischen Gebrauch auch zur Körperpflege, zum Kochen oder zur Aromatherapie genutzt werden kann.

Bedingt durch ihren von Natur aus sehr hohen Anteil an ätherischen Ölen wird die Pflanze in der heutigen Zeit normalerweise vor allem als Pfefferminzöl oder Tee verwendet. Diese Form erlaubt es die nützlichen Inhaltsstoffe der Pflanze auf engstem Raum zu bündeln.

So entsteht durch Einnahme geringer Mengen der maximale Ertrag für den Körper. Für einige pflanzliche Behandlungsmethoden ist es allerdings auch wichtig, dass das Öl erst im späteren Laufe der Verdauung freigesetzt wird. Aus diesem Grund wird das Öl ebenfalls in Kapsel-Form angeboten.

Pfefferminzöl Kapseln – Inhaltsstoffe und Zusammensetzung

Zur Erzeugung des Pfefferminzöls dienen an Ausgangsstoff die Pfefferminzblätter. Diese enthalten jeweils zu 0,5 bis 4 Prozent ätherisches Öl.

Diese ätherischen Öle bilden den Hauptbestandteil des späteren Pfefferminzöls. Der Hauptinhaltsstoff des fertigen Produkts ist Menthol, welches zu bis 45 % des ganzen Öls ausmachen kann.

  • 45 % Menthol
  • 15-20 % das Menthon
  • 3-5 %, Methylacetat
  • 2,5-3,5 % Neomethol
  • 3 % Isomethol

Menthol ist absolut kennzeichnend für die Pflanze, da es der Grund für den frischen Minzgeruch ist. Bei Pfefferminzöl, welches zur inneren Verwendung dienen soll, muss sichergestellt werden, dass Menthofuran durch Destillation aus dem Stoff gelöst wurde.

Weiterhin ist mit 15-20 % das Menthon als Inhaltsstoff vertreten. Weitere Stoffe sind Methylacetat mit 3-5 %, Neomethol mit 2,5-3,5 % und Isomethol mit 3%.

Zusätzlich vorhanden sind Flavonide, die dafür sorgen, dass das Öl seine geschmacklichen Aromen bekommt. Außerdem sind Triterpene vorzufinden. Dies sind sekundäre Pflanzenstoffe.

Herstellung von Pfefferminzöl Kapseln

Pfefferminzöl ist ein Öl, welches durch Wasserdampfdestillation aus der Pfefferminze gewonnen wird. Es ist ein bedeutendes ätherisches Öl in der Pharma- und der Kosmetikindustrie. Es wird hauptsächlich in den USA, Italien und Bulgarien hergestellt.

Das Öl soll diversen Berichten zufolge schwach antifungal und antibakteriell wirken. Studien haben dies untersucht sowie die oft verbreitete Aussage, dass es eingenommen die Produktion und Absonderung von Gallenflüssigkeit und Magensäften fördern soll. Medizinisch fundierte Beweise gibt es zwar nicht, viele Berichte deuten aber auf potenziell unterschiedliche Wirkungsweisen hin.

Trägt man Pfefferminzöl auf die Haut auf, entsteht ein langes Gefühl der Kälte. Anwendung findet dieses Öl in der Medizin, wenn bei dem Patienten Beschwerden der Gallenblase oder des Verdauungsapparates festgestellt werden.

Studien über Wirkung von Minzöl-Kapseln

Es wurden bislang sehr viele Studien über die potenzielle Wirkung von Pfefferminzöl angestellt. Diese Studien deuten auf die Kraft des Öls in den verschiedensten Bereichen hin, am effektivsten zeigte sich in den Versuchen die Anwendung bei Patienten, die unter dem Reizdarmsyndrom leiden. Allerdings ist dies nicht bewiesen.

Eine Studie aus dem Anhang zeigt grundsätzlich, dass Stoffe wie Ballaststoffe, Antikrampfmittel und auch Pfefferminzöl hilfreich gegen Reizdarm eingesetzt werden könnten, da sie einen größeren Effekt erzielt haben als Placebos.

Eine weitere Studie befasst sich mit der Behandlung von Reizdarm durch Pfefferminzöl, welches erst in späteren Stufen des Magen-Darm-Traktes freigesetzt wird und nicht direkt im Magen.

Es wurde untersucht, ob diese Variante wesentlich effektiver ist, als das Öl direkt zu sich zu nehmen. Die Studie zeigt, dass dieses Verfahren eine sichere und effektive Methode sein könnte, um Reizdarmbeschwerden zu behandeln.

Noch eine Studie befasste sich direkt mit Colpermin. Sie soll gezeigt haben, dass die Einnahme von Colpermin-Kapseln dafür sorge, dass das Pfefferminzöl erst sehr spät im normalen Verdauungsprozess des Menschen freigesetzt wird.

Somit sei das Mittel in der Lage effektiv zu wirken und bessere Ergebnisse zu erzielen als Mittel, die bereits im Magen oder wenig später das Öl freisetzen. Die Studien befinden sich im Anhang.

Pfefferminzöl: Reizdarm und Magenprobleme

Besondere Anwendung findet das Pfefferminzöl bei dem Reizdarmsyndrom. In diesem Fall nimmt man das Öl in speziellen Kapseln ein, die resistent gegenüber dem menschlichen Magensaft sind.

Es soll laut Studien aus dem Anhang in dem Fall zur Beruhigung der Muskeln im Dickdarm führen können. Ebenfalls findet Pfefferminzöl traditionell Anwendung bei Entzündungen der oberen Atemwege und der Mundschleimhaut. In diesem Fall wird das Öl in heißem Wasser aufgelöst und anschließend inhaliert.

Pfefferminzöl-Kapseln Dosierung bei Reizdarm

Der Hauptanwendungspunkt der Pfefferminzöl-Kapseln liegt in der Pflanzenheilkunde bei einer Reizdarmerkrankung. Man beachte allerdings, dass keine wichtigen Medikamente ersetzt werden können, eine Absprache mit dem Arzt notwendig ist und keine medizinisch fundierten Beweise für eine solche Anwendung existieren.

Allerdings gibt es Annahmen, dass das Öl bei diesem Leiden zur Lösung der Krämpfe im Magen-Darm-Bereich beitragen könne. Für die Verbesserung des Zustands soll hauptsächlich das Menthol verantwortlich sein, welches zu großen Teilen im Öl vorhanden ist.

Durch diesen Inhaltsstoff soll die Darmmuskulatur gelockert werden können. Die für das Reizdarmsyndrom typischen Probleme wie Verdauungsstörungen, Schmerzen, Verstopfung, Blähungen und Durchfall könnten durch die Behandlung mit Pfefferminzöl begleitend behandelt werden.



Es empfiehlt sich die Kapseln 3 mal täglich ungefähr eine halbe Stunde vor dem Essen in Verbindung mit Flüssigkeit einzunehmen.

Äußerliche Verwendung von Pfefferminzöl

Auch zur äußerlichen Verwendung gibt es Präparate, wie beispielsweise Heilbäder oder Salben, die aus Pfefferminzöl gewonnen werden. Diese Mittel werden zur Bekämpfung von Verbrennungen oder auch Rheuma rein äußerlich genutzt.

Ebenfalls hilfreich sind sie gegen Insekten- und Mückenstiche. Das zweite große Anwendungsfeld befindet sich im kosmetischen Bereich. Dort ist es hauptsächlich in Mundpflegemitteln enthalten.

Die Verarbeitung in Mundspülmittel und Zahnpasta macht sogar einen Anteil von über 50 % der gesamten kosmetischen Verwendung aus. In der Lebensmittelindustrie wird Pfefferminzöl außerdem als Aromastoff verwendet, wenn auch nur in relativ geringen Mengen. Das letzte Anwendungsgebiet ist die Aromatherapie.

Colpermin

Colpermin ist ein Mittel gegen das Reizdarmsyndrom, welches zu einem großen Teil aus Pfefferminzöl besteht. Es wird in Form von magensaftresistenten Hartgelatinekapseln eingenommen.

In einer normalen Packung sind 30 Kapseln enthalten, es gibt aber auch große Packungen mit jeweils 100 Kapseln. Es wirkt durch das enthaltene Öl spannungs- und krampflösend auf die Muskeln im Darm.

Colpermin verhindert durch die Kapselform eine Reizung des Magens, da die Kapseln dort nicht sofort aufgelöst werden. Erst im Darm werden die Kapseln gelöst und wirken so als lokales Darmtherapeutikum, ganz besonders im Dickdarm. Colpermin ist wissenschaftlich getestet.

Die klinische Wirksamkeit wurde an 404 Patienten mit Reizdarmsyndrom getestet. In sechs Placebo-kontrollierten Studien konnte in vier ein statistisch sehr positives Ergebnis festgestellt werden.

In diesen Studien konnte das Pfefferminzöl die gesundheitlichen Leiden der betroffenen effektiv bekämpfen. Auch in Studien mit Kindern konnte eine gute Wirksamkeit des Mittels nachgewiesen werden.

Pfefferminzöl Kapseln Nebenwirkungen

Die Einnahme von Pfefferminzöl kann bei einigen Menschen zu allergischen Reaktionen führen. Dies kann sich in Form von Übelkeit oder auch mit Erbrechen ausdrücken. Manchmal ist Sodbrennen die Folge. Außerdem sollte stets die korrekte Dosierung eingehalten werden, da die Einnahme einer zu großen Menge zu Vergiftungen führen kann.

Dies kann zu Vergiftungserscheinungen wie Benommenheit, Störungen in der Koordination oder sogar rauschähnlichen Zuständen führen. Falls eine Entzündung der Gallenblase vorliegt, die Gallenwege verschlossen sind, sich Gallensteine gebildet haben, oder schwere Leberschäden vorliegen, darf Pfefferminzöl nur nach Absprache mit dem zuständigen Arzt erfolgen.

Generell sollte das Öl nicht während der Schwangerschaft konsumiert werden und außerdem sollte keine Anwendung im Gesicht von Kindern oder Kleinkindern erfolgen, da dies schwere Atemprobleme und Reizungen erzeugen kann.

Anwendungen in der Küche

Pfefferminzöl eignet sich aber nicht nur als Medizin. Es kann auch in der Küche verwendet werden. Man kann hervorragend mit dem Öl kochen oder auch backen. Auf diese Weise erhält man leckere Gerichte und profitiert zusätzlich von den gesunden Inhaltsstoffen des ätherischen Öls.

Eine Möglichkeit ist beispielsweise die Kombination von Pfefferminzöl mit Schokolade. Bei der Verwendung des Öls bietet sich auch der große Vorteil, dass man nur sehr kleine Mengen zum Kochen benötigt, ganz im Gegensatz zu frischen Pfefferminzblättern.

Außerdem sorgt das Öl auch dafür, dass in den Speisen ein frisches Aroma entsteht, was durch Verwendung von gefrorenen Kräutern in dieser Form nicht entstehen würde.

Ebenfalls kann das Öl zur Herstellung von Gemüsesäften oder Obstsäften genutzt werden. Auch Smoothies erhalten ein herrlich frisches Aroma, wenn man ein wenig Pfefferminzöl hinzugibt. Beim Kochen mit Pfefferminzöl muss allerdings darauf geachtet werden, dass nur 100% naturreine Produkte benutzt werden, da das synthetisch produzierte Pfefferminzöl für eine Verwendung in der Küche absolut nicht geeignet ist.

Pfefferminzöl-Kapseln kaufen

Wer Pfefferminzöl kaufen möchte, der wird feststellen, dass es in zwei Formen zum freien Verkauf verfügbar ist. Entweder in einem Fläschchen oder als Kapseln.

Allgemein sollte das Öl mit der Bezeichnung „g &a“ ausgewiesen sein. Dies bezeugt, dass das Produkt aus der Stammpflanze gewonnen wurde und es sich somit um ein besonders reines Öl handelt.

Ein weiteres Merkmal für die Qualität ist die Auszeichnung „echtes ätherisches Öl“. Dies dürfen nur Produkte tragen, die zu 100 Prozent aus reinen ätherischen Ölen bestehen. Allergiker sollten außerdem darauf achten nur Öl zu erwerben, welches aus konventionellem (rückstandsfreiem) Anbau gewonnen wurde.

Häufig wird das Pfefferminzöl mit anderen Trägerölen verdünnt. Falls dies der Fall ist, sollten ebenfalls nur hochwertige Trägeröle verwendet werden. Zu beachten ist, dass die Wirksamkeit des Öls augenscheinlich von seiner Reinheit abhängt. Ist das Öl sehr rein, ist auch seine Wirksamkeit wesentlich höher.

Die Kapseln werden zur inneren Anwendung hergestellt. Sie eignen sich perfekt für Menschen, die den Geruch und Geschmack von Pfefferminze nicht mögen oder vertragen, da die Kapseln geschmacks- und geruchsneutral sind.

Ein zusätzlicher Vorteil ist, dass die Kapseln nicht dunkel und kühl gelagert werden müssen und zusätzlich die ätherischen Öle fest in der Kapsel gefangen sind. Erhältlich sind sie in vielen Größen, von 30 bis 240 Kapseln pro Packung ist für jeden Bedarf etwas dabei.

Studien zur Pfefferminze

Studie zur potenziellen Behandlung des Reizdarmsyndroms:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2583392/

Studie zum spastischen Kolonsyndrom:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1463599/

Weiteres zur Therapie für Symptome des Reizdarmsyndroms:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4729798/

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