Passionsblumenkraut – Wissenswertes zur Passiflora Incarnata

passionsblumenkraut
Passionsblume

Nebst klassischen Heilkräutern wie Johanniskraut oder Helmkraut gehört auch das Passionsblumenkraut zur Liste der beliebtesten Nahrungsergänzungen und Superfoods. Erhältlich ist die Passionsblume mit der botanischen Bezeichnung „Passiflora Incarnata“ in verschiedenen Darreichungsformen wie Kapseln, Tabletten, Tropfen und Pillen. Der botanische Name wurde durch christliche Einwanderer geprägt, die in der Pflanze eine Verbindung zu Jesus Christus sahen. Incarnata bedeutet wörtlich „die Fleischgewordene“, in Anlehnung an die Bezeichnung Christus incarnatus. Einen guten Ruf hat das Kraut längst bei der Anwendung gegen verschiedene Beschwerden in der alternativen Medizin und ayurvedischen Lehre erlangt.

Es handelt sich beim Passionsblumenkraut um eine in den südöstlichen USA heimische Pflanzenart. Sie gehört zu den mehr als 500 Arten der Familie der Passionsblumengewächse. Das Erscheinungsbild der Passionsblume ist unbestreitbar einzigartig. Von den lilanen Blättern bleibt in der getrockneten Form, die als Passionsblumenkraut Tee erhältlich sind nicht mehr viel zu sehen. Die Inhaltsstoffe der Passiflora Incarnata sind dafür umso interessanter. Das Kraut ist übrigens nicht nur als Nahrungsergänzung, sondern auch als Zierpflanze geläufig. Die Früchte sind bei der Winterharten Passionsblume jedoch von geringer Bedeutung. Die christlichen Missionare haben den Namen wie eingangs erwähnt entscheidend geprägt, da die Form der Blüten und das gesamte Erscheinungsbild an den Leidensweg Jesu Christi erinnert haben soll.

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Was ist das Passionsblumenkraut?

Bevor es zu der oftmals angedeuteten Wirkungsweise des Passionsblumenkrauts geht will noch einmal genaueres zur Herkunft der Pflanze geklärt sein. Die Passiflora Incarnata wird leicht kultiviert. Die auch als „Maypop“ bezeichnete Pflanze ist in der Wildnis eine relativ aggressive Rebe und stammt aus dem Südosten. Sie erstreckt sich bis in den zentralen Teil der USA, von Illinois bis hin zu Indiana und Ohio. Die Pflanze wächst besonders gut bei direkter Sonneneinstrahlung und benötigt deshalb viel Sonnenlicht für mindestens 12 Stunden am Tag. Die Pflanzen vertragen gelegentlich auch nasse und saure Böden. Insgesamt hat die Pflanze eine hohe Trockenheitstoleranz. Die Pflanze braucht etwa 1-2 Jahre, bevor sie beginnt zu tragen. Jede Blüte hat eine sehr kurze Lebensdauer von etwa nur einem Tag.

Geschichte von Passionsblumenkraut

Die Geschichte geht darauf zurück, dass im Jahre 1569 in Peru, ein spanischer Arzt namens „Nicolas Monardes“ das Kraut entdeckte. Die Blume schaffte es schließlich in die Hände von spanischen Missionaren, die die Blume als eine physische Darstellung der Kreuzigung Christi sahen. Die 3 Stacheln sollen die „Nägel der Kreuzigung“ darstellen, die koronaren Filamente sollen die Dornenkrone widergeben, die 5 Staubblätter die Wunden, und die 10 Kelchblätter sollen repräsentativ für die 10 Jünger gewesen sein.

So wurde die Passionsblume als Demonstrationswerkzeug verwendet, um die Geschichte Christi gegenüber den indigenen Völkern zu erzählen. Eine der 500 Arten der Passiflora ist übrigens die leckere tropische Passionsfrucht (Passiflora edulis), die als Frucht gegessen wird und in Mexiko und auch im Süden eine hohe Anerkennung genießt. Hier wird sie besonders gerne auch zu Säften verarbeitet.

Inhaltsstoffe von Passionsblumenkraut in der getrockneten Droge

  • Flavonoide: Isovitexin, Isoorientin (Flavonoid-Anteil – 0,47 % bis 3,91 %)
  • Cumarine
  • Glykoside
  • essentielle Fettsäuren
  • ätherisches Öl

Einsatz kurz zusammengefasst

Häufig findet sich die Passionsblume in Kombination mit Baldrian und Hopfen oder Lavendel in pflanzlichen Präparaten als Beruhigungsmittel. Eingesetzt wird es aber eben auch in unterschiedlichen Monopräparaten, die zu selbigem Zweck im Handel angeboten werden – oftmals auch als Sedativa bezeichnet. So als Dragees, Tropfen oder anderen Zubereitungsformen. Soweit nicht anders verordnet wird eine mittlere Tagesdosis von 4-8 Gramm der Droge laut Angaben der Hersteller empfohlen. Die dortigen Angaben beruhen meist auf der überlieferten und traditionellen Anwendung des Passionsblumenkrauts.

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Wissenswertes zur Wirkung und Anwendung der Passiflora Incarnata

Früher wurden die Pflanzen als giftig eingestuft, was später allerdings widerlegt wurde. Mehrere Studien haben eine potentiell positive Passionsblumenkraut Wirkung auf Angstpatienten untersucht. Bisher handelt es sich lediglich um Studien, jedoch um keine klinischen Belege für die Effektivität als Heilkraut. Gehandelt wird das Kraut deshalb nicht als Medizin, sondern als Nahrungsergänzung. Trotz der Umstände ist es interessant einmal einen Blick auf die bereits durchgeführten Studien zu möglichen Wirkungen und Anwendungsgebieten zu werfen.

Wichtig ist es sich dessen bewusst zu sein, dass selbst dann, wenn eine regelmäßige Einnahme stattfindet ein Besuch beim Arzt nicht weggelassen werden darf. Gerade bei schwerwiegenden Problemen ist stets der Rat eines Arztes einzuholen. Das Ergänzungsmittel dient nicht als Ersatz für wichtige Medikamente, sondern eröffnet eine zusätzliche alternative Behandlungsmöglichkeit, die man austesten kann. Den Verwendungshinweisen der Heilpraktiker und Hersteller der Produkte ist stets Folge zu leisten.

2008 wurde durch die Europäische Arzneimittelagentur ein Report mit 4 klinischen Studien veröffentlicht. Dieser zeigte Hinweise auf eine mögliche Wirksamkeit, aber auch methodische Lücken waren darin zu erkennen. Untersuchungen sollen augenscheinlich eine mögliche begleitende Behandlung bei unter anderem Angststörungen durch Passiflora Incarnata ergeben haben. Die Quelle hierzu befindet sich im Anhang. Andere Forscher jedoch stuften die Beweise als unzureichend ein, um derartige Behauptungen über gesundheitliche Auswirkungen verlässlich machen zu können.

Indianische Ureinwohner Nordamerikas haben die Passionsblume bereits damals zur Getränkezubereitung genutzt. Überliefert ist, dass das Kraut nicht direkt medizinisch, sondern als Wurzelzubereitung zum Einsatz kam. Heute ist dies anders – denn vor allem das Kraut wird nun verarbeitet. Bekannt ist auch, dass die Houma mittels der zerkleinerten Wurzeln einen Trunk herstellten, der als Blut-Tonikum diente. Bei Kindern und Erwachsenen kam die Wurzel auf verschiedenste Weise zum Einsatz. So soll sie gegen Leberbeschwerden, gegen Unruhe und Angstzustände oder Schlafprobleme (siehe auch Schlafbeere) und in Form von Umschlägen mit zermahlenem Pulver zur Wundbehandlung eingesetzt worden sein. Bewiesen sind diese Anwendungsgebiete bis heute nicht.

Passionsblumenkraut gegen Angst und Depression?

In einer Studie der „Université de Metz“ in Frankreich wurde erklärt, dass die Flavonoide, die in der Passionsblume enthalten waren der Studie zufolge für die Verminderung von Angstsymptomen bei Mäusen verantwortlich gewesen sein sollen. Die Mäuse wurden mit süchtig machenden Substanzen behandelt und dann einer Entzugszeit unterworfen. In einer anderen Studie mit Ratten wurden verlängerte Schlafzeit und niedrigere Aktivitätsniveaus als signifikante Verhaltensänderungen festgestellt.

In einer weiteren Studie, die die Wirksamkeit der Passionsblume mit dem wissenschaftlich anerkannten Anti-Angst-Medikament „Oxazepam“ verglich, wurde eine Dosis von 45 Tropfen Passionsblumen-Extrakt pro Tag über einen Zeitraum von vier Wochen verabreicht. Der Studie zufolge soll die Menge von 45 Tropfen in diesem Zeitraum dieselben Effekte wie 30 mg Oxazepam pro Tag gezeigt haben mit weniger kurzfristigen Nebenwirkungen. Obwohl Langzeitstudien empfohlen wurden, um eine solche Wirksamkeit der Passionsblume zu bestätigen sind derartige Studien bisher noch nicht an Menschen durchgeführt worden.

Bisher gibt es nur wenige Studien zu den Themen Angst, Unruhe und Depression in Untersuchung dieser Pflanze. Einige positive Ergebnisse haben sich in Studien gezeigt, bewiesen sind diese bis heute aber nicht. Erfahrungen zufolge besteht die Möglichkeit durchaus, dass die Pflanze eine positive Wirkung auf Angstpatienten in eher milder Weise haben könne. Fest steht einige Menschen nutzen die Blume auch heute noch mit unterschiedlichen Erfolgsgeschichten.

Passionsblumenkraut: Tabletten, Pillen oder Tropfen

Angeboten werden Passionsblumenkraut Tabletten, Pillen und auch Tropfen. Es gibt keine Hinweise dafür, welche Darreichungsform besser funktionieren könnte. Unterschiedliche Anwender beschreiben unterschiedliche Erfahrungswerte. Die am meisten verkaufte Form ist aber sicher als Tee oder in Kapselform. Demnach sollte man sich überlegen, welche Variante man selbst bevorzugt und einen Versuch starten. Das Passionsblumen-Trockenextrakt enthält in Tablettenform meist noch zusätzlich Magnesiumcarbonat.

Dosierung und Einnahme

Die Dosierungshinweise variieren von Händler zu Händler. Gerade Tees werden anders dosiert als Kapseln. Zu achten ist hier deshalb strikt auf die Hinweise der Hersteller. Bei Kapseln werden meist 2 bis 3 Tabletten pro Tag mit einem Glas Wasser eingenommen. Die Einnahme wird in der Regel während der Mahlzeiten im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung vollzogen.

Passionsblumentee

Für einen klassischen Passionsblumenkraut-Tee werden 150ml heißes Wasser (1 Tasse) mit einem Teelöffel Passionsblumenkraut getrunken. Das Kraut sollte vorher 5-10 Minuten zugedeckt ziehen. Der Tee wird abgeseiht und nach belieben mit Honig gesüßt. 1-2 Tassen Tee pro Tag sind die Regel. Über welchen Zeitraum die Einnahme der Kapseln oder des Tees durchgeführt werden darf ist den Hinweisen der Hersteller zu entnehmen, da jedes Produkt anders verarbeitet wird.

Mögliche Nebenwirkungen

Alkaloide, die zu einer potentiell toxischen Alkaloid-Untergruppe gehören und als „Harman-Alkaloide“ bekannt sind wurden in der Passionsblume in geringen Spurenmengen gefunden. Dies deutet darauf hin, dass zu ein zu hoher und langer Konsum von Passionsblumenkraut potenziell schädlich sein könnte. Aus diesem Grunde ist es streng angeraten sich an die Hinweise der Hersteller und Dosierungsangaben zu halten.

Die Alkaloide, die zur Harmala-Untergruppe gehören, können uterine Kontraktionen stimulieren, deshalb sollte die Passionsblume nicht während einer Schwangerschaft eingenommen werden. Auch vor Operationen und in Kombination mit anderen, beruhigenden Medikamenten sollte man Präparate der Passiflora Incarnata nicht einnehmen, da es zu Nebenwirkungen und Wechselwirkungen kommen könnte laut diverser Quellen.

Wo man Passionsblumenkraut kaufen kann

Die Passionsblume lässt sich am besten online kaufen. Auch manche Drogerien oder Apotheken haben das Passionsblumenkraut im Sortiment. DM jedoch hat bisher keine Passionsblumenprodukte im Handel aufgenommen – oder zumindest nicht flächendeckend. Früher nutze man mehr die Wurzeln zur Herstellung von Getränken und zur Behandlung. Heute werden weniger die Früchte und Wurzeln der Pflanze verarbeitet , sondern das Passionsblumenkraut.



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Studien und Quellen zur Passionsblume

Untersuchungen zu Angststörungen:

https://www.researchgate.net/publication/236654296_Plant-Based_Medicines_for_Anxiety_Disorders_Part_2_A_Review_of_Clinical_Studies_with_Supporting_Preclinical_Evidence

Artikel über Unruhe und Depression:

http://www.calmclinic.com/supplements-for-anxiety/passion-flower

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