Moringa oleifera – Wirkung und Nebenwirkungen

moringa-oleifera
Moringa oleifera

Die sogenannte Moringa oleifera trägt häufig den Beinamen Wunderbaum. Die Pflanze erlangt deutschlandweit immer mehr an Bekanntheit. Das als Nahrungsergänzungsmittel erhältliche Moringa Pulver ist sicher kein Wundermittel, die enthaltenen Nährstoffe und Inhaltsstoffe sind dennoch nicht zu verachten. Der Moringabaum, welcher schon vor über 5.000 Jahren hochgeschätzt war, wird in vielen Ländern nahezu vollständig verwertet. Zahlreiche botanische Bezeichnungen sind dabei geläufig. Wichtiger aber für die meisten Interessenten ist die häufig nachgesagte Wirkung sowie die enthaltenen Inhaltsstoffe und ob man die Pflanze tatsächlich so anwenden kann wie vielfach überliefert ist, beziehungsweise welchen Inhaltsstoffen genau die Wirkungen zugeschrieben werden. Für gewöhnlich wird das Pulver in einem Smoothie verarbeitet oder Süßspeisen werden damit verfeinert.

Was ist Moringa oleifera?

Der Moringabaum ist unter verschiedenen botanischen Bezeichnungen bekannt. Auch in der deutschen Sprache gibt es zahlreiche Benennungen wie Meerrettichbaum oder Behennussbaum. In „botanischer Sprache“ wird der Baum aber vorrangig Moringa oleifera genannt. Desweiteren auch Moringa pterygosperma. Weshalb er häufig auch Baum des Lebens genannt wird hängt mit den zahlreichen Nährstoffen zusammen, die das Gewächs liefert. Über 90 davon sind darin zu finden, weshalb er vielerorts als nahrhaftestes Gewächs der Welt gilt.

Unsere Empfehlung

bio-moringa-pulver
Bio Moringa Pulver

    *Angebot finden >>

Der Baum gehört der Pflanzengattung der monogenerischenn Familie der Moringaceae (Bennussgewächse) an und ist damit einzigartig. Der Name kommt aus der indischen Malabar-Region. Zu finden ist das Gewächs vor allem in Indien, aber auch auf der arabischen Halbinsel bis hin nach Ostafrika und Madagaskar sowie das südwestliche Afrika können als Heimat des Moringabaums bezeichnet werden. Übrigens beruht auch das bekannte Superfood Baobab auf einem Baum.

Die Samen der Moringa oleifera werden für die Herstellung des Behenöls herangezogen. Damals noch fand es seinen Einsatz insbesondere als Schmieröl in Uhren. In der heutigen Zeit jedoch hat es seine Bestimmung in der Funktion als Salatöl oder in der Herstellung von Kosmetikprodukten wie Seife gefunden. Weitere Teile des Baumes wie die fleischigen, jungen Wurzeln werden als Gemüse genutzt und gegessen. Sukkulente Arten zudem sind sehr selten und gerade in Afrika als Sammelobjekte begehrt. Die Samen werden dort übrigens auch zur Desinfektion von Wasser genutzt – hierfür werden 0,2 Gramm der Moringasamen zur Reinigung von einem Liter Wasser verwendet. Dies soll der vielfach beschriebenen koagulierenden Wirkung zu verdanken sein. Weitere Informationen dazu im Anhang.

Herstellung und Anbau

Indien ist der größte Produzent von Moringa Produkten. Mit einer jährlichen Produktion von 1,1 bis 1,3 Millionen Tonnen Früchten aus einer Fläche von 380 km². In den indischen Bundesstaaten führt Andhra Pradesh sowohl in der Fläche als auch in der Produktion, gefolgt von Karnataka und Tamil Nadu. Moringa wird vorrangig in Südindien und Thailand angebaut, wo es für gewöhnlich auf den lokalen Märkten verkauft wird. In den Philippinen und Indonesien wird es vor allem wegen den Blättern angebaut, die als Nahrungsmittel dienen. Moringa oleifera wird übrigens auch aktiv vom World Vegetable Center in Taiwan – einem Zentrum für Gemüseforschung angebaut und gepflegt.

Zur Herstellung des Moringa Pulverextrakts wird der Stamm eines Moringabaumes etwa dann zurückgeschnitten, wenn er die Höhe von 1,70 Metern erreicht. Die Äste, welche abgeschnitten wurden werden dann von den Blättern getrennt und zum Trocknen gelagert. Ziel ist es die Feuchtigkeit aus den Blättern zu ziehen. Bei etwa 38 Grad trocknen sie so lange bis sie maximal 10% Restfeuchte aufweisen. Nach diesem abschließenden Trocknungsprozess werden die Blätter etwa drei Tage später in einem Mörser kleingestampft.

Während dieses Vorgangs bleiben jedoch einzelne Schmutzpartikel, weshalb das Pulver noch gereinigt werden muss (Ästchen etc.). In einer Mühle wird das Rohpulver zu feinem Pulver gemahlen und wieder 1-2 Tage lang getrocknet. Das so entstandene Produkt wird in der Regel in Vakuumfässern abgefüllt und dann zu Kapseln verarbeitet oder als Pulver verkauft.

Moringa Inhaltsstoffe und Zusammensetzung

In der natürlichen Konzentration lassen sich zahlreiche sehr wertvolle Inhaltsstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe in der Moringa oleifera ausmachen. Allein die 22% pflanzlichen Proteine machen das Pulver oder die Kapseln zu einer beliebten Nahrungsergänzung für Sportler. Doch auch die enthaltenen Antioxidantien und Fettsäuren sind sehr wertvoll, weshalb die Bezeichnung „Baum des Lebens“ garnicht so ungerecht wird. Es hat den Ruf als reichhaltigstes und natürlichstes Vitalstoff-Konzentrat der Erde. Die folgenden Werte sind Durchschnittswerte, da es sich um ein Naturprodukt handelt.

In 100 g stecken jeweils folgende Mineralstoffe:

  • Calcium (mg) 286
  • Magnesium (mg) 32,8
  • Phosphor (mg) 307
  • Kalium (mg) 155,5
  • Kupfer (mg) 0,6
  • Eisen (mg) 63,4
  • Schwefel (mg) 1245
  • Natrium (mg) 11
  • Zink (mg) 2,4
  • Mangan (mg) 11,1
  • Selen (μg) 32
  • Bor (mg) 3,4
  • Arsen (mg) 0,011
  • Chrom (μg) 0,21

Die Nährwerte von 100g Moringa belaufen sich auf durchschnittlich:

  • Brennwert 294 kcal / 1232 kJ
  • Fett 5,0
    – davon gesättigte
  • Fettsäuren 1,7
  • Kohlenhydrate 28,5
    – davon Zucker 12,5
  • Ballaststoffe 25,5 –
  • Eiweiß 22
  • Salz weniger als 0,5

Desweiteren enthält es 10 essentielle Aminosäuren wie Histidin, Arginin , Trypophan, Threonin, Phenylanalin, Valin, Methionin, Leucin, Isoleucin und Lysine – so analysierte der Hersteller Pure Moringa. Außerdem noch enthält die Moringa oleifera zahlreiche Vitamine wie Vitamin A, Vitamin B, Vitamin B12, Vitamin C und Vitamin E sowie Vitamin K. Nicht unerwähnt bleiben dürfen die genannten Antioxidantien und die enthaltenen Omega-3 sowie Omega-6 Fettsäuren. Umso spektakulärer aber die zahlreichen Vergleiche, die man im Internet nachlesen kann und sich folgendermaßen zusammenfassen lassen:

Das Superfood enthält nicht nur 7-mal so viel Vitamin C wie hausüblichen Orangen, sondern auch das Vierfache an Vitamin A, wie es in Karotten zu finden ist. Zusätzlich noch ist die Dreifache Menge an Eisen wie in Spinat sind darin zu finden und ganze 4 mal so so viel Calcium wie Milch, weshalb Moringa Pulver auch für Veganer interessant ist. Es enthält außerdem noch knapp das Zweifache an Proteinen wie das ebenfalls pflanzliche Soja.

Unsere Empfehlung

bio-moringa-pulver
Bio Moringa Pulver

    *Angebot finden >>

Studien über Wirkung der Moringa oleifera

Von offizieller Seite zugelassene Aussagen, was die Moringa Wirkungsweise angeht gibt es nur wenige. Ein Blick auf die bereits durchgeführten Studien lässt allerdings interessante Rückschlüsse zu. Fest steht, dass die oben genannten Inhaltsstoffe als sehr positiv für die menschliche Gesundheit anzusehen sind. Der tägliche Ernährungsplan kann so durch die Aufnahme von Moringa oleifera zum Beispiel in Pulverform als Smoothie durchaus bereichert werden. Die enthaltenen Proteine machen die Moringa Pflanze zudem sehr wertvoll für Sportler und diejenigen, die Muskelaufbau anstreben.

Online gibt es zahlreiche Studien, die eine mögliche weitfassende Wirksamkeit auf den menschlichen Organismus untersuchen. In diversen Untersuchungen wurden Probanden während der Einnahme der Pflanze untersucht. Moringa oleifera wird seit der Antike als wertvolle Nahrungssubstanz angesehen und wurde auch zur Behandlung vieler Krankheiten eingesetzt. In der Vergangenheit wurden verschiedene therapeutische Effekte wie eine potentielle antimikrobielle, Krebs-bekämpfende, entzündungshemmende, antidiabetische und antioxidative Wirkungsweise untersucht. Die meisten dieser Studien beschreiben einfachere biologische Phänomene und ihre chemischen Zusammensetzungen.

Der Vitamin C-Gehalt und die damit enthaltenen Antioxidantien werden für den Körper als sehr wertvoll angesehen. Etwa 55 mg Vitamin C sind in 100 g des Extraktes enthalten, sowie eine ordentliche Portion Eisen. Vitamin C trägt zum Beispiel zu einer normalen Funktion des Immunsystems und Nervensystems bei, was gerade während intensiven körperlichen Aktivitäten gefragt ist. So trägt es auch zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei, so offiziell bestätigt. Eisen zum Beispiel spielt bei der Blutbildung und der normalen Funktion des Immunsystems/Energiestoffwechsels eine wichtige Rolle.

Moringa oleifera in der Krebsforschung

Es wurden laut Quelle im Anhang, Arzneimittel gegen Krebs aus löslichen Extrakten der Moringa oleifera-Blätter hergestellt mit dem Ziel ihr Potenzial als neue Antikrebs-Wirkstoffkomponenten zu untersuchen und zu beurteilen. Das destillierte Wasser-Extrakt der Blätter soll in einem Versuch das Tumorzellwachstum gehemmt haben und das Niveau der internen reaktiven Sauerstoffspezies (ROS – Sauerstoffradikale) in menschlichen Lungenkrebszellen gesenkt haben. Der Begriff ROS bezeichnet möglicherweise schädliche Formen Sauerstoff-enthaltender Stoffe, die zum Beispiel bei oxidativem Stress entstehen sollen.

Auch bei anderen unterschiedlichen Arten von Krebszellen sei dies beobachtet worden, was darauf hindeutet, dass die Behandlung von Krebszellen mit Moringa oleifera Extrakten in naher Zukunft möglich sein könnte. Dennoch handelt es sich aktuell nur um Studien, die noch keine medizinische Zulassung aufweisen.

Behandlung bei Entzündungen, Haarausfall, Bluthochdruck und Schmerzen?

Weitere potentielle Eigenschaften hinsichtlich der Behandlung von Entzündungen, Haarausfall und Schmerzen wurden wie auch beim organischen Schwefel MSM untersucht. Als Ayurvedisches Heilmittel gegen diverse Beschwerden wird es bereits vielfach in der alternativen Medizin angepriesen. Der Meerrettichbaum wird in der indischen Volksheilkunde Ayurveda als Geschenk Gottes an die Menschheit und als Wunderbaum angesehen. Alle Pflanzenteile von Moringa oleifera werden traditionell für verschiedene Zwecke eingesetzt – dabei werden die Blätter in der Regel am häufigsten verwendet.

Insbesondere werden sie in der menschlichen und tierischen Ernährung sowie in der traditionellen Medizin eingesetzt. Die Blätter sind nicht nur reich an Proteinen, Mineralien, Beta-Carotin- und Antioxidatien, sondern sind gerade diese Inhaltsstoffe in Entwicklungsländern sehr hilfreich, wo häufig eine Unterversorgung hinsichtlich diverser Nährstoffe herrscht.



Moringa Blätter werden Nahrungsmittelzubereitungen zugeführt. In der traditionellen Medizin werden diese Pflanzenteile laut Studienblatt aus dem Jahre 2015 verwendet, um verschiedene Krankheiten wie Malaria, Typhus, parasitäre Krankheiten, Arthritis, Schwellungen, Schnitte, Erkrankungen der Haut, Bluthochdruck und Diabetes zu behandeln. Auch sollen sie dem Studienblatt zufolge dabei helfen können das Immunsystem zu stärken, um zum Beispiel HIV verwandte Symptome zu behandeln.

Trotz dieser Aussagen gilt Moringa oleifera nicht als Ersatz für wichtige Medikamente, da auch die genannten Anwendungsgebiete bisher keine wissenschaftliche Deckung oder Zulassung durch die europäische Kommission finden. Einen klaren Beleg für einen derartigen gesundheitlichen Nutzen gibt es also nicht, die wertvollen Inhaltsstoffe, die das Produkt zu einer wahren Superpflanze machen sind jedoch nicht zu verleugnen.

Das Superfood wird deshalb nicht als Medizin, sondern als Nahrungsergänzungsmittel im Internet angeboten. Die Studien dienen als interessanter Anhaltspunkt für mögliche Einsatzgebiete. In diversen Ländern wird die Pflanze bereits seit Generationen auf diese Weise eingesetzt. Dort werden entweder rohe oder getrocknete Blätter, beziehungsweise das Extrakt einer wässrigen Infusion angewendet.

Moringa-Öl gegen Falten?

Moringaöl ist zur äußeren und innerlichen Anwendung sehr gefragt. Gegen Falten soll Moringaöl – auch Behenöl genannt in der äußerlichen Anwendung hilfreich sein. Die Inhaltsstoffe sollen die Haut nähren, bereits unsere Vorfahren haben das Öl als eine Art Schönheitselixier angesehen. Die enthaltenen Antioxidantien und Vitamin A sowie Vitamin C, aber auch Eisen sollen hierbei bei äußerlicher Anwendung der Haut zugute kommen, um den Regenerationsprozess zu unterstützen. Auch das darin zu findende Schwefel ist eine wichtige Komponente von Kreatin und Kollagen, was dem Erscheinungsbild der Haut ebenfalls zugute kommen soll. Viele Erfahrungen und Meinungen berichten online durch die Anwendung des Öls von einem straffen Erscheinungsbild.

Mögliche Nebenwirkungen von Moringa und Dosierung

Hohe Dosen sind nicht zu empfehlen. Bei der Moringa Einnahme gilt deshalb eine strikte Beachtung der Herstellerhinweise. Angeblich sollen Produkte des Meerrettichbaums den Blutzucker senken können und auch die Leber könne bei Überdosierung Schaden nehmen. Diverse Berichte beschreiben dies. Auch Verdauungsbeschwerden können bei größeren Mengen auftreten.

Schwangeren und stillenden Müttern sowie Kranken wird empfohlen die Einnahme mit einem Arzt abzusprechen. In der Regel wird das Pulver 1-2 mal täglich mit 1 gehäuften Teelöffel in Wasser eingenommen. Die Dosierung kann möglicherweise von Hersteller zu Hersteller variieren.

Unsere Empfehlung

bio-moringa-pulver
Bio Moringa Pulver

    *Angebot finden >>

Was beim Moringa oleifera als Pulver oder Kapseln kaufen beachten?

Beim Kauf sollte man auf gute Qualität achten. Egal, ob beim Beziehen des Moringa Pulvers oder der Kapseln. Bio-Qualität wäre auch hier eine gute Entscheidung. So oder so sollte man darauf achten, dass das Produkt nicht mit anderen Zusätzen gestreckt ist. Das Moringa oleifera sollte möglichst natürlich und rein daherkommen. Kaufen kann man es am besten online, in seltenen Fällen wird es auch von Drogerien oder Supermärkten angeboten. Kapseln sind in der Regel gerade für unterwegs die bessere Wahl. Das Pulver jedoch, welches relativ geschmacksneutral, aber doch recht würzig schmeckt kann gut zu Smoothies oder Joghurts hinzugegeben werden. Bitterstoffe sind bei guten Produkten kaum welche vorhanden.

Man kann den gehäuften Teelöffel aber auch einfach in Wasser oder einen leckeren Saft rühren. Die enthaltenen Mikronährstoffe und Vitamine kann man so ganz einfach in seine alltägliche Ernährung einbauen. Auch Naturheilpraktiker arbeiten in manchen Fällen mit dem Extrakt des Wunderbaums. Mittlerweile gibt es fast 700 Tests und Studien, die eine Unbedenklichkeit für den Menschen gezeigt haben. Viele Hersteller beziehen ihr Produkt aus Nordindien und ernten die Blätter am Fuße des Himalayagebirges. Ein lichtgeschützter Zip-Beutel erhöht die Haltbarkeit. Man sollte das Pulver jedoch stets kühl und trocken lagern.

Studien und Quellen zum Moringabaum

Artikel über Moringa in der Krebsforschung:

http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0095492

Quelle hinsichtlich der Wasserreinigung:

https://www.dbu.de/projekt_07841/_db_1036.html

Studien über traditionelle Anwendung von Moringa:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4490473/


Bildquelle: Von Micha089 – Eigenes Werk / commons.wikimedia.org/w/index.php?title=User:Micha089

hinweis
» Angebotsempfehlung ansehen