Magnesium Malate Kapseln – Anwendung und Wissenswertes

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Magnesium Malat Kapseln

Magnesium ist ein lebenswichtiger Mineralstoff, den wir Tag täglich zu uns nehmen. Es ist schon seit langem klar, dass er wichtige Rollen in unserem Organismus spielt und somit nicht fehlen darf. Ein Mangel an Magnesium kann für unseren Körper verheerende Folgen haben. Dieser Mineralstoff ist ein wichtiger Anteil unserer Knochen und Zähne.

Was sind Magnesium Malate Kapseln?

Magnesium Malate Kapseln sind eine Zusammensetzung aus Magnesium und Malaten. Wie bereits erwähnt ist Magnesium ein essenzieller Mineralstoff, welcher vor allem durch Nüsse sowie Vollkornprodukte in unserem Körper gelangt. Malate sind in erster Linie Lebensmittelzusatzstoffe. Sie können verschiedene Funktionen haben.

Die drei Hauptformen, in denen sie vorkommen, sind Natriummalat, Kaliummalat und Calciummalat. Sie sind Salze und Ester von Apfelsäure. In der Lebensmittelindustrie dienen sie hauptsächlich zur Regulation des Säurehaushalts von Essen, zur Stabilisation der Konsistenz oder Zusammensetzung einiger Nahrungsmittel sowie als Feuchthaltemittel. Seit einigen Jahren werden diese beiden Stoffe in Kombination miteinander als Nahrungsergänzungsmittel für Sportler angeboten.

Magnesium

Inhaltsstoffe von Magnesium Malate

Prinzipiell sind die Inhaltsstoffe ganz simpel: Magnesium und Malate. Da die Kapseln so jedoch nicht sonderlich haltbar sind, benötigt man selbstverständlich weitere Stoffe. In der Regel bestehen Magnesium-Malat-Kapseln aus:

  • Magnesium-Malat
  • Pflanzenfasern
  • Stärke
  • Dexterin
  • Trennmittel für Magnesiumsalze
  • Glycerin

Sowohl Magnesium, als auch Malate sind eigenständige Stoffe. In Kombination eingenommen harmonieren diese chemischen Verbindungen miteinander und verstärken die Wirkung des jeweils anderen.

Magnesium Malate – Wirkungsweise

Magnesium ist ein großer Bestandteil unseres Körpers und wird hauptsächlich in unserer Muskulatur sowie beim Knochenaufbau verwendet. Darüber hinaus wird behauptet, dass Magnesium einen positiven Einfluss auf den Herzkreislauf haben.

Magnesium für eine gesunde Muskulatur

In Bezug auf Muskeln dient Magnesium häufig als Elektrolyt. Grund hierfür ist die Tatsache, dass Muskelzellen einen ausgeglichenen Anteil von Magnesium und Calcium benötigen, um ihr volles Potenzial zu entfalten. Während Calcium für die Kontraktion der Muskelfasern verantwortlich ist, benötigt der Körper Magnesium, um die einzelnen Muskelgruppen wieder zu entspannen.

Deshalb benötigt unser Leib in der Tat diesen wichtigen Mineralstoff. Leider kann er diesen nicht selbst herstellen, weshalb wir ihn bewusst durch Nahrung aufnehmen müssen. Es konnte bisher jedoch nicht bestätigt werden, ob Magnesium Muskelkrämpfen vorbeugen kann.

Magnesium für gute Knochen

Der Großteil des sich in unserem Körper befindlichen Magnesiums ist in unseren Knochen. Dort verbindet es sich mit Hydroxylapatitkristallen, welche für die Knochenbildung zuständig sind. Einige Studien behaupten Magnesium würde die Knochenmineraldichte verstärken. Diese Analysen wurden an Frauen und Leistungsschwimmern durchgeführt.

Während hierbei die Ergebnisse ziemlich positiv waren, konnten sie die genaue Wirkung nicht bestätigen, da diese Studien in der Regel in Verbindung mit Calcium durchgeführt wurden. Dadurch konnte man bisher die gesonderte Wirkung von Magnesium auf die Knochen nicht genügend beobachten.

Magnesium

Herzkreislauf

Da Magnesium auch in unserem Blut aufzufinden ist, liegt es auch nahe, dass dieser Mineralstoff eine positive Auswirkung auf unser Herzkreislaufsystem haben könnte. Einige Studien behaupten, dass ein zu geringer Magnesiumhaushalt negative Auswirkungen auf die Verkalkung unserer Blutgefäße haben könnte.

Eine weitere Studie besagt, dass Magnesium das Thromboserisiko senken soll. Darüber hinaus soll Magnesium sich angeblich nicht negativ auf die Blutgerinnung auswirken. Doch leider gibt es nicht genug Fallstudien, um die angegebenen Wirkungen endgültig zu bestätigen.

Magnesium Malat Kapseln sollen angeblich die bereits erwähnten Vorteile von Magnesium auf die Muskulatur bewirken. Darüber hinaus soll das Salz der Apfelsäure soll dieses Nahrungsergänzungsmittel ebenfalls noch Energie spenden und dem Magnesium dabei helfen in den Körper aufgenommen zu werden.

Jedoch gibt es hierbei keine Studien oder weitere Nachweise, welche diese Wirkung bestätigen können. Hierbei empfiehlt es sich seinen behandelnden Arzt oder einen Apotheker zu beraten. Menschen, welche auf gewisse Bestandteile allergisch reagieren könnten, sollten dieses Mittel niemals ohne Absprache einnehmen.

Mögliche Nebenwirkungen von Magnesium Malaten

Mittlerweile gibt es vor allem in der Leistungssportler-Szene den Trend, Magnesium sehr hoch dosiert einzunehmen. Dies ist jedoch nicht empfehlenswert, da die Nebenwirkungen nicht nur unangenehm, sondern auch fatal sein könnten.

Die wohl sanfteste Nebenwirkung sind durch das Magnesium verursachte Durchfälle sowie Magen-Darm-Beschwerden. Dieser Mineralstoff kann in hohen Mengen abführend wirken. Wer eine zu hohe Dosis des Nahrungsergänzungsmittels zu sich nimmt, riskiert fatale Nebenwirkungen wie Blutdruckabfall, welcher sich durch Schwindel, Kopfschmerzen bis hin zur Bewusstlosigkeit zeigen kann.

Dadurch besteht auch ein Fallrisiko, wodurch man sich ebenfalls Verletzungen zuziehen kann. Darüber hinaus kann es bei einer zu hohen Magnesiumzufuhr auch zu Muskelschwäche führen. Während der Mineralstoff die Muskeln eigentlich stärken soll, kann es sein, dass es zu einem Ungleichgewicht zwischen Calcium und Magnesium kommt, wodurch die Muskeln Schwierigkeiten beim Anspannen haben.

Sensible Menschen oder Patienten, welche spezielle Medikamente erhalten, sollten sich unbedingt vor Einnahme des Ergänzungsmittels mit ihrem behandelnden Arzt beraten. Man sollte ebenfalls bedenken, dass eine positive Wirkung auf die Muskeln durch die Einnahme von Magnesium Malaten nicht bewiesen sind.

Wer an Muskelkrämpfen oder -schmerzen leidet, sollte nicht willkürlich irgendwelche Mittel zu sich nehmen, sondern genaue Tests durchführen lassen, um das Problem zu erkennen. Der menschliche Körper ist kompliziert und sollte nicht von Laien „behandelt“ werden.

Magnesium

Dosierung der Präparate

Wie bereits erwähnt ist es von enormer Wichtigkeit Magnesium Malate sehr genau zu dosieren. Man sollte immer bedenken, dass man im Idealfall ungefähr 40 % des täglichen Magnesiumbedarfs durch sein Essen einnimmt.

Der tägliche Bedarf bei Erwachsenen liegt bei ungefähr 400 mg Magnesium. Andere Dosierungen müssen mit einem Arzt oder Ernährungsberater abgeklärt werden. Darüber hinaus unterscheiden sich die einzelnen Mittel in ihrer Dosierung, weil jeder Hersteller eine andere Dosierungsempfehlung empfiehlt.

Es ist jedoch von äußerster Wichtigkeit sich den Hersteller, dessen Produkte man erwerben will, ganz genau unter die Lupe zu nehmen. Dieser sollte nicht nur einen guten Ruf haben, sondern auch eine durchschaubare Deklaration haben. Sobald einige Inhaltsstoffe nicht klar ersichtlich sind, sollte man vorsichtig sein.

Darüber hinaus ist es sehr empfehlenswert organische Produkte einzunehmen. Es wäre zwar unsinnig nun jegliche Formen von chemischen Mitteln zu verteufeln, aber organische Nahrungsergänzungsmittel haben den Vorteil sehr natürlich zu sein und somit vielen Nebenwirkungen vorzubeugen.

Magnesium Malate: Einnahme

Prinzipiell können dies Menschen tun, welche ein Defizit haben und dies von einem Arzt oder Ernährungsberater empfohlen wird. Sportler sollten sehr genau auf ihren Nährstoffhaushalt achten und somit bei Bedarf Magnesium Malat Kapseln zu sich nehmen.

Menschen mit gewissen Krankheiten oder Einschränkungen in der Ernährung sollten ebenfalls die Einnahme von Magnesiummalaten in Erwägung ziehen. Bei manchen Frauen, welche gerade schwanger sind oder stillen, kann dies auch empfehlenswert sein.

Frauen, die sich gerade in der Menopause befinden, könnten auch einen Magnesiummangel haben. Es ist jedoch in allen Fällen von unvorstellbarer Wichtigkeit eine Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln medizinisch abzuklären.

Studien zu Magnesium Malate

Die Kalzium- und Magnesiumbindungsstellen am kardialen Troponin und ihre Rolle bei der Regulation der myofibrillären Adenosintriphosphatase:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/6449512

Einfluss von Alter und Magnesiummangel auf die Knochen-Magnesium-Pools bei Ratten:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/4418467

Stickoxid vermittelt eine geringe Magnesiumhemmung der osteoblastenähnlichen Zellproliferation:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22209000

Die Aufnahme von Kalzium, Phosphor und Magnesium korreliert mit dem Knochenmineralgehalt bei postmenopausalen Frauen:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8059619

Die Magnesiumzufuhr vermittelt den Zusammenhang zwischen Knochenmineraldichte und magerem Weichgewebe bei Spitzenschwimmern:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23015157

Eine randomisierte kontrollierte Studie über die Auswirkungen einer Nahrungsergänzung mit Magnesiumoxid auf den Knochenmineralgehalt bei gesunden Mädchen.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17018656

Die orale Magnesiumtherapie verbessert die Endothelfunktion bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11067788

Die Magnesiumzufuhr ist umgekehrt mit der Verkalkung der Koronararterien verbunden: die Framingham Heart Study:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24290571

Serummagnesium und ischämische Herzerkrankung: Ergebnisse einer nationalen Stichprobe von US-Erwachsenen:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10480691

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