Kuzu (Kudzu) – Inhaltsstoffe und Anwendung der Pflanze

kudzu-blume
Kudzu

Bei Kuzu oder Kudzu handelt es sich um eine wilde Weinart, die im asiatischen Raum wächst. Kuzu wird in der traditionellen japanischen Medizin schon von Anfang an als Heilpflanze bei den unterschiedlichsten gesundheitlichen Problemen angewandt oder zum Beispiel als Muntermacher. Es handelt sich dennoch nicht um ein medizinisches Präparat, dass wichtige Medikamente ersetzen könnte. Die Anwendung erfolgt lediglich ergänzend oder alternativ aufgrund traditioneller Verwendung. Es existiert unter anderem die Behauptung Alkoholabhängige und Raucher könnten mit dem pflanzlichen Mittel leichter die Abhängigkeit loswerden.

Was ist Kuzu?

Manchmal wird Kuzu, das lateinisch den Namen Pueraria lobata heißt, auch als Kudzu bezeichnet. Die mächtige Kletterpflanze hat Ranken bis zu einer Länge von 12 Metern und verfügt über zahlreiche duftende Blüten. Kuzu ist eng mit den europäischen Bohnengewächsen verwandt, jedoch stammt es aus den Bergen von Japan. In Asien werden die Samen der Pflanze schon seit vielen Jahrtausenden gegessen. Die Blätter werden von den Asiaten an das Vieh verfüttert, während man die Stärke aus den Wurzeln als natürliches Bindemittel in der Küche einsetzt.

Unsere Empfehlung

kuzu-kapseln
Kuzu – 200 Kapseln

*Angebot finden >>

Die komplette Pflanze von den Blättern bis zu den Wurzeln und Samen enthält heilkräftige Stoffe, sodass sie in der traditionellen japanischen Medizin bei allen möglichen gesundheitlichen Problemen Anwendung findet. Nahrungsergänzungsmittel aus der Kudzu-Pflanze müssen einer Zulassung unterliegen, um als neuartiges Lebensmittel verkauft werden zu können.

Herstellungsverfahren

Kudzu wird in erster Linie aus den Wurzeln der Pflanze gewonnen. Einige der Pflanzen haben Wurzeln mit einer Länge von bis zu 2 Metern und können leicht bis zu 100 kg wiegen. Schon im 12. Jahrhundert haben die Bauern rund um Kyoto ein Verfahren entwickelt um die Stärke aus den Wurzelfasern zu gewinnen. Selbst heute wird nach diesem arbeitsintensiven und traditionsreichen Verfahren gearbeitet. Dazu werden die Wurzeln zerkleinert und die Stärke wird in zahlreichen Arbeitsgängen aus den Wurzeln gewaschen und immer wieder gefiltert, bevor sie an der Luft getrocknet wird.

Inhaltsstoffe und Zusammensetzung von Kudzu

Kuzu, auch Indischer Yams ist reich an Kohlenhydraten und Ballaststoffen und liefert dem Körper somit wertvolle Energie. Diese und weitere Inhaltsstoffe sollen Berichten zufolge für die Darmtätigkeit, Verstopfung und bei Antriebslosigkeit, beziehungsweise Depressionen sinnvoll sein. Giftstoffe sollen zumindest der Lehre der TCM zufolge aus dem Körper beseitigt und die Nährstoffe besser aufgenommen werden können. Wissenschaftlich ist dies bisher nicht gesichert. Kuzu besteht zu einem sehr großen Teil aus Isoflavonen. So sind in 100 Gramm Kuzu ca. 200 mg Isoflavone enthalten. Folgende Inhaltsstoffe sind insbesondere zu nennen:

  • Kohlenhydrate
  • Ballaststoffe
  • 5-HTP
  • Puerarin
  • Quercetin
  • Genistein, Genestin
  • Isoflavone: Daidzein und Diazin

Wirkungsweise von Kuzu laut Studien

Laut einer Studie der Vocational School of Health Services in Denizli – Türkei könnte Kuzu zu einer Verbesserung bei Blutergüssen und Hämatomen aufgrund einer besseren Durchblutung führen. Bisher wurde dies jedoch nicht weiter wissenschaftlich untermauert. Die traditionelle Anwendung bei Blutergüssen im asiatischen Raum führte zu den Untersuchungen. Die Studie ist am Ende des Textes verlinkt. Auch bei Wechseljahrsbeschwerden und zur Alkohol- bzw. Rauchentwöhnung soll die Pflanze helfen. Da jedoch hierzu ausreichende Daten bisher fehlen ist die Wirksamkeit ungewiss.

Kuzu gegen das Rauchen?

Raucher, die gerne das Rauchen aufgeben möchten, sollen Kuzu in Form von Tabletten und Pulver zu sich nehmen können, um Unterstützung zu finden. In diesen Tabletten sind neben anderen Stoffen zwei wesentliche Bestandteile – nämlich die Isoflavonoide Diazin und Daidzein, enthalten.

Es gibt Hinweise darauf, dass die beiden Stoffe das Verlangen nach Zigaretten eingeschränken. Erfahrungen aus dem Internet sprechen davon, dass selbst starke Raucher nach rund 4 Wochen in der Lage seien auch ohne Zigaretten klar zukommen. Bei der Einnahme von Kuzu seien demnach kaum Entzugserscheinungen wie die bekannte Reizbarkeit und die Unruhe aufgetreten. Die Wirkungsweise speziell auf Kuzu bezogen gilt bisher nicht als belegt. Eine positive Studie des Behavioral Psychopharmacology Research Laboratory und andere Untersuchungen lassen allerdings Rückschlüsse darauf zu.

Kuzu bei verschiedenen Stoffwechselerkrankungen

Forscher fanden heraus, dass Kuzu bei drei der bekanntesten Stoffwechselerkrankungen erfolgreich eingesetzt werden könnte. Mit Kudzu können demnach Therapien erfolgreich und wirkungsvoll begleitet werden. Zu den erwähnten Stoffwechselerkrankungen zählen die Hypertonie (Bluthochdruck), die Hyperglykämie (hoher Blutzuckerspiegel) in Verbindung mit Übergewicht und die Hypercholesterinämie (hohe Cholesterinwerte). Diese Aussage nimmt Bezug auf die Untersuchungen von Professor Dr. Wyss der University of Alabama at Birmingham UAB, siehe Ahnang.

Unsere Empfehlung

kuzu-kapseln
Kuzu – 200 Kapseln

*Angebot finden >>

Zahlreiche Menschen in den Industrieländern leiden zumeist unter mindestens einer dieser Stoffwechselerkrankungen. Damit gehören die Personen zu den Risikogruppen, die an Schlaganfall, Diabetes oder einem Herzinfarkt erkranken können. Bereits fünf Millionen Menschen leiden an einer Diabetes Typ 2. Rund die Hälfte der Menschen ab 18 Jahre in Deutschland sind übergewichtig und von einem zu hohen Blutdruck sind rund 1/3 der Menschen betroffen. Ähnlich sieht es bei den zu hohen Cholesterinwerten aus. Eines der Flavonoide in Kuzu ist das Puerarin, welches Beta-Blocker-Eigenschaften besitzen soll. In Japan wird das Puerarin sehr oft bei Schlaganfallpatienten auch intravenös genutzt, um damit Blutgerinnsel aufzulösen.

Sicherlich haben Medikamente bei all diesen Erkrankungen Hochkonjunktur. Jedoch sind die Nebenwirkungen der Medikamente nicht zu verschweigen. Wird Kudzu eingesetzt kann man den Forschern zufolge den zahlreichen Nebenwirkungen entgehen. Kuzu ist laut Experten eine sehr gute Alternative zu den nebenwirkungsreichen Medikamenten. Auch hier jedoch der Hinweis, dass Beweise für einen medizinischen Einsatz fehlen, die von Seiten des Gesetzgebers zugelassen sind.
Kudzu beim metabolischen Syndrom

Der Glukosestoffwechsel soll durch Kuzu den Quellen zufolge reguliert werden können, was wiederum sehr wichtig bei Übergewicht, hohen Cholesterinwerte und Bluthochdruck ist. Unter Umständen muss ein Diabetiker, der Kuzu einnimmt demnach neu eingestellt werden. Hier ist jedoch unbedingt eine Absprache mit dem Arzt anzuraten.

Hormonhaushalt mit Kuzu

Die Flavone in Kuzu ähneln der chemischen Struktur des Hormons Östrogen: Man nimmt deshalb an, dass dadurch hormonbedingte Störungen wie etwa der Menstruationskopfschmerz gemindert werden können und eine Hilfe bei Wechseljahrsbeschwerden möglich sein soll. Ebenfalls hat die Pflanze in der Krebsforschung positive Ergebnisse gezeigt. Möglich wäre es, dass die DNA vor Schäden durch freie Radikale geschützt werden könne. Der Maca Wurzel, Pueraria Mirifica und Triphala werden ähnliche Wirkungen nachgesagt.

Anwendung in der Küche

Kuzu kann sehr gut in die Ernährung integriert werden. Dazu kann die Wurzel als Verdickungsmittel oder als Ersatz für Mehl genutzt werden. Mit der Stärke der Kuzu Wurzel können Pürees, Tortenfüllungen, Suppen, Soßen und Dressings angedickt werden oder eine gleichmäßige Konsistenz erhalten. Der Vorteil der Stärke der Kuzu Wurzel liegt darin, dass die Speisen keinen stärkehaltigen oder sonstigen störenden Geschmack haben. Die gelierende Wirkung der Stärke von Kuzu dickt nicht nur Speisen an, sondern ist zudem noch gesünder als die bekannte Mais- oder Kartoffelstärke.

Kuzu kann auch verwendet werden, wenn Gerichte beim Frittieren eine helle und knackige Beschichtung erhalten sollen. Ebenfalls zum Einsatz kommt Kuzu bei Tortenfüllungen.

Damit der Körper die wasserlöslichen Flavonoide gut aufnehmen kann, wird Kuzu traditionell in Kräutertees verwendet.
Die mögliche Wirkung von Kuzu kann sehr leicht in die alltägliche Ernährung integriert werden. Durch eine Kombination aus nährstoffreichen und gesunden Lebensmitteln wird der Alltag abwechslungsreicher gestaltet und man erlebt Freude beim Essen.
Nebenbei wird der Körper mit viel Energie versorgt. So ist das Essen nicht nur gesund, sondern es schmeckt und gibt Kraft.
Darreichungsformen von Kudzu

Kuzu gibt es Tabletten oder in Pulverform. In einigen Reformhäusern bekommt man Kuzu auch in der Wurzelform. Meist kann man es online oder in manchen Drogerien beziehen.

Was beim Kauf von Kuzu beachten?

Idealerweise sollte beim Kauf von Kuzu Produkte auf Bio-Qualität achten, denn nur so ist gewährleistet, dass sowohl die Tabletten wie auch das Kuzu Pulver nachhaltig hergestellt wird und keine Fremdmittel in den Produkten zu finden sind, die wiederum für den menschlichen Organismus ungesund sind.

Einnahme und Dosierungs Empfehlung

Richtet man sich nach den traditionellen Kräuterteerezepten, dann sollten pro Tag 9 – 15 Gramm der Kuzu Wurzel für ca. 45 – 60 Minuten gekocht werden. Pulverisiert man die Wurzel vor dem Kochen, dann kann die Menge der aktiven Inhaltsstoffe erhöht werden, sodass man weniger der Kuzu Wurzel benötigt.



Bei Kapseln und Tabletten sollte man sich immer an die Dosierungshinweise des Herstellers halten. Jedoch ist es ratsam, pro Tag nicht mehr als vier der Kapseln oder Tabletten einzunehmen.

Unsere Empfehlung

kuzu-kapseln
Kuzu – 200 Kapseln

*Angebot finden >>

Nebenwirkungen

Im Großen und Ganzen gilt Kudzu als sehr verträglich. Wird jedoch eine zu hohe Menge Kuzu eingenommen, dann kann dies zu Durchfall, Verdauungsstörungen, Übelkeit und Kopfschmerzen führen. Die Verbraucherzentrale warnt, dass Frauen, die an einem östrogenabhängigen Brust-oder Gebärmutterkrebs erkrankt sind oder waren keine kudzuhaltigen Nahrungsergänzungsmittel einnehmen dürfen.

Studien über Kudzu

Thema Durchblutung und Blutergüsse:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11137723

Studie im Zusammenhang mit Rauchen und Alkohol:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3562758/

Stoffwechselerkrankungen:

http://apps.medicine.uab.edu/facultyDirectory/FacultyData.asp?FID=13926

hinweis
» Angebotsempfehlung ansehen