Kurkumawurzel – Curcumin Dosierung sowie Anwendung

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Kurkumawurzel

Die Kurkumawurzel zählt in vielen Gebieten, insbesondere in Indien zu den beliebtesten und gesündesten Gewürzen. Umgangssprachlich wird die Knolle gerne auch als gelber Ingwer bezeichnet und häufig mit der Ingwerknolle verwechselt. Rein äußerlich ist der „Kurkuma-Rhizom“ nämlich kaum von der Ingwerwurzel zu unterscheiden. Schneidet man die Knolle jedoch auf, so erscheint das Innere farblich in einem deutlich kräftigeren gelb. Daraus wird dann auch das Pulver gewonnen, welches unserem Curry-Pulver die typische Farbe verleiht. Im Rhizom von Kurkuma findet sich der sehr intensiv orange-gelbe Farbstoff Curcumin, welchem viele gesundheitliche Wirkungen nachgesagt werden. Aus diesem Grunde werden Curcumin Kapseln oder Extrakte hergestellt, die als Nahrungsergänzungsmittel dienen. Auch in der Medizin und in diversen Studien taucht der Stoff häufig auf. Er ist weiters mitunter zentraler Bestandteil diverser Krebsstudien und wird manchmal auch Zimtkapseln zugesetzt.

Was ist die Kurkumawurzel?

Die Kurkuma-Wurzel hat viele Bezeichnungen und Schreibweisen: Gelber Ingwer, Curcuma, Kurkume, Gelbwurzel oder Safranwurzel sind nur einige dieser. Die Pflanzenart gehört zur Familie der Ingwergewächse, auch Zingiberaceae genannt. Die Knolle stammt aus Südasien und wird insbesondere in den Tropen kultiviert. Beim bloßen Anblick der Kurkuma-Pflanze erkennt man die Laubblätter, den Blütenstand – die Kurkumawurzel ist im ersten Moment jedoch nicht erkennbar, da es sich bei dem „Rhizom“ um ein unterirdisch wachsendes Sprossachsen­system handelt. Die Wurzel der Ingwer sollte dabei den meisten bekannt sein. Die Kurkumaknolle ist jedoch deutlich schwerer hierzulande erhältlich. In der Regel wird sie in gut sortierten Asialäden zum Kauf  angeboten. Die Blütezeit der ausdauernden krautigen Pflanze liegt in China im August.

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Die Verwendung der Wurzel reicht vom kulinarischen Gewürz bis hin zur  naturheilkundlichen Heilpflanze. Die Knolle erscheint beim Aufschneiden intensiv gelb und dient frisch, aber auch getrocknet als Farbstoff oder Gewürz. Die zahlreichen Inhaltsstoffe wie ätherischen Öle und das Curcumin machen das Rhizom so einzigartig. In vielen Kulturen findet es Anwendung als verdauungsanregendes Gewürz. Dafür soll die einzigartige Zusammensetzung verantwortlich sein, so heißt es.

Inhaltsstoffe und Zusammensetzung der Kurkumawurzel

Zu den typischen Inhaltsstoffen von Kurkuma gehören die ätherische Öle, die bis zu 5 Prozent ausmachen. Daneben etwa 3 Prozent enthalten das Curcumin und Curcuminoide als dessen Derivate. Als wichtigste chemische Bestandteile sind die folgenden Stoffe zu identifizieren:

  • Curcumin
  • Demethoxycurcumin
  • Bisdemethoxycurcumin
  • Ätherisches Öl aus Sesquiterpenen: Turmeron (etwa 30 %), ar-Turmeron (etwa 25 %),
    Atlanton und Zingiberen (etwa 25 %), Monoterpenen

Sekundäre Pflanzenstoffe wie Kaffeesäure, aber auch Ferulalsäure, Stärke, zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe sind ebenfalls in der Kurkumawurzel zu finden. Zu den allgemeinen Bestandteilen kommen zudem noch Stoffe wie Zucker, Proteine und auch Harze (z.B Resin). Das enthaltene Curcumin ist für seine antioxidative Eigenschaft bekannt und erfreut sich deshalb großer Beliebtheit in der alternativen Medizin und Naturheilkunde oder als Nahrungsergänzungsmittel in Kapselform. Selbst in Kosmetika kommt es nicht selten zum Einsatz.

Die Pflanze nutzt den Stoff auch zum Schutz vor Bakterien, Krankheitserregern und, um gegen Fressfeinde gewappnet zu sein. Außerdem ist der Stoff lipophil, was bedeutet, dass er sich in öligen Substanzen gut auflösen kann und simultan als Fettlöser fungiert. Dafür ist Curcumin jedoch wasserunlöslich.

Geschmack von Curcuma und die Verwendung in der Küche

Direkt aus dem Wurzelstock ist der Geschmack leicht scharf und recht harzig. Im getrockneten Zustand ist das Kurkumapulver weniger intensiv, es schmeckt mildwürzig und leicht bitter. Die gelbe Farbe ist sehr intensiv, weshalb Curcuma auch als Farbstoff verwendet wird.

Kurkuma gehört zu den wichtigsten Zutaten in vielen asiatischen Gerichten. Seine Verwendung als Farbmittel ist nicht primärer Grund für die Nutzung in der südasiatischen Küche. Die Kurkumawurzel wird vorwiegend in wohlschmeckenden herzhaften Speisen wie Currys mit Reis verwendet, aber auch in einigen süßen Gerichten wie Kuchen wird sie eingesetzt. In Indien wird das Blatt der Kurkuma-Pflanze verwendet, um spezielle Süßspeisen „Patoleo“ herzustellen, indem man Reismehl und eine spezielle Kokosnuss-Mischung auf dem Blatt schichtet und dann in einem speziellen Kupferdämpfer dämpft.

In Rezepten außerhalb Südasiens wird Kurkuma manchmal als Zusatz verwendet, um eine goldgelbe Farbe zu kreieren. Es wird in Dosengetränken, Backwaren, Milchprodukten, Eis, Joghurt, gelben Kuchen, Orangensaft, Keksen, Popcorn, Getreide, Saucen, Gelatine, etc. verwendet, um dem jeweiligen Produkt eine gelbe Farbe zu verleihen. Zudem ist Kurkuma ein bedeutender Bestandteil in den meisten erhältlichen Curry Pulvern.

Meistens wird Curcuma als Rhizom-Pulver verwendet. In einigen Regionen (vor allem in Maharashtra, Goa, Konkan und Kanara) werden aber auch die Kurkuma-Blätter genutzt, um Dinge einzuwickeln oder beim Kochen. Die Kurkuma-Blätter werden vor allem in Gegenden eingesetzt, in denen Kurkuma lokal angebaut wird, da die Blätter frisch gepflückt werden. Kurkuma Blätter vermitteln Gerichten einen unverwechselbaren Geschmack. Obwohl typischerweise in seinem getrockneten, pulverförmigen Zustand verwendet, wird Kurkuma auch frisch genutzt, ähnlich wie Ingwer. Die Wurzel findet sich in zahlreichen ostasiatischen Rezepten wieder.

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Chemisches zur Biosynthese von Curcumin

Der Biosyntheseweg von Curcumin ist nicht genau geklärt. 1973 präsentierte u.a Whiting zwei mögliche Mechanismen für die Curcumin-Biosynthese. Der erste Mechanismus beinhaltet eine Kettenverlängerungsreaktion durch Zimtsäure und 5 Malonyl-CoA-Moleküle, die schließlich in ein Curcuminoid acyliert wurden. Der zweite Mechanismus beinhaltet zwei  Zimtsäureester-Einheiten, die durch Malonyl-CoA miteinander verbunden sind. Beide verwenden Zimtsäure als Ausgangspunkt, der sich aus der Aminosäure Phenylalanin ableitet. Zimtsäure entsteht nämlich aus L-Phenylalanin – der Aminosäure. Pflanzenbiosynthesen, die in gewisser Weise von Zimtsäure initiiert werden sind im Vergleich zu der allgemeineren p-Cumarsäure selten. Nur wenige identifizierte Verbindungen, wie Anigorufon und Pinosylvin stehen auf diese Weise in Verbindung mit Zimtsäure.

Mögliche Wirkung der Kurkumawurzel als Nahrungsergänzungsmittel?

In einem Artikel der Webseite des „University of Maryland Medical Center“ heißt es, Kurkuma (Curcuma longa) wird bereits seit 4000 Jahren verwendet, um eine Vielzahl von Beschwerden zu behandeln. Studien sollen demnach sogar zeigen, dass Kurkuma helfen kann, Infektionen und einige Krebsarten zu bekämpfen, Entzündungen zu reduzieren und Verdauungsprobleme zu behandeln. Tatsächlich wird Curcumin auch in der Krebsforschung untersucht und manchen Medikamenten zugesetzt. Wissenschaftliche Nachweise für eine erfolgreiche Behandlung von Krebs gibt es bisher aber noch keine.

Kurkuma in der Forschung: Krebs, Schmerzen (Entzündungen) und Depressionen

Viele Studien haben in Reagenzgläsern und an Tieren stattgefunden. Kurkuma kann jedoch bei den Menschen nicht auf dieselbe Weise funktionieren. Einige Studien haben ein injizierbares Extrakt von Curcumin (Haupt-Wirkstoff in Kurkuma) untersucht. Einige Ergebnisse der Studien sind sehr positiv, andere wiederum liefern widersprüchliche Nachweise. Kurkuma ist weit verbreitet in der asiatischen Küche und verleiht indischen Currys einen einzigartigen Geschmack sowie die typisch gelbe Farbe. Die Kurkumawurzel wird häufig auch in Senf verwendet und Butter oder Käse werden damit eingefärbt. Laut dem Maryland Medical Center wurde Kurkuma sowohl in der ayurvedischen als auch in der chinesischen Medizin als entzündungshemmend eingestuft und zu diesem Zweck eingesetzt. Außerdem auch, um Verdauungs- und Leberprobleme, Hauterkrankungen oder Wunden zu behandeln. Diese Anwendungsgebiete sind wissenschaftlich aber nur hinreichend belegt.

Bekannt ist auch, dass Curcumin zudem ein starkes Antioxidans ist. Es heißt Antioxidantien fangen Moleküle im Körper, die als freie Radikale bekannt sind und Zellmembranen schädigen sollen oder angeblich sogar die DNA manipulieren können. Zweifelsfrei aber sind Antioxidantien eine wertvolle chemische Verbindung für unseren Körper. In hohem Maße stecken sie auch in Astaxanthin beispielsweise. Auch Entzündungen werden in der ayurvedischen Heillehre mit Kurkuma behandelt. Es stoppt angeblich sogar Blutgerinnsel, so die University of Maryland. Wichtige Medikamente ersetzt Curcumin natürlich nicht.

Kurkuma in der Krebsforschung

Das Ergebnis der im Anhang aufgeführten Studie im folgenden Zitat soll zeigen, dass Curcumin eine Vielzahl von Tumorzelltypen durch diverse Mechanismen töten kann. Wegen zahlreicher Mechanismen, die durch Curcumin induziert werden, ist es möglich, dass bösartige Zellen keine Resistenz gegen einen Curcumin-induzierten Zelltod entwickeln können. Darüber hinaus macht dessen Eigenschaft, Tumorzellen und nicht gutartige Zellen töten zu können, Curcumin zu einem attraktiven Kandidaten für die Arzneimittelentwicklung. Obwohl zahlreiche Tierstudien und klinische Studien durchgeführt wurden, sind jedoch zusätzliche Studien erforderlich, um den vollen Nutzen von Curcumin weiter zu erforschen.

Unter „Researchgate“ heißt es in einem Artikel weiter, dass Curcumin bei regelmäßiger Aufnahme durch die hydrophoben Eigenschaften unter Umständen intrazellulär akkumuliert. Weiters könnte es über epigenetische Mechanismen (ererbbare Veränderung der Genexpression) die eigene biologische Aktivität vermitteln. Bereits niedrigere Wirkkonzentrationen sollen ausreichen. Mehrere Studien beschreiben indes antikanzerogene bzw. chemopräventive Wirkungen. Curcumin-regulierte Signaltransduktionskaskaden sollen dafür unter anderem verantwortlich sein. (Quelle: C. S. Lai, J. C. Wu, S. F. Yu, V. Badmaev, K. Nagabhushanam,C. T. Ho, M. H. Pan, Mol. Nutr. Food Res. 2011, 55, 1819) Potentiell soll auch der Curcumin-Metabolit etrahydrocurcumin Eigenschaften aufzeigen, die laut Studien als antikanzerogen eingestuft werden. Bewiesen sind diese Aussagen bisher noch nicht.

Dosierung von Curcumin Kapseln

Die richtige und ordnungsgemäße Dosierung ist auch bei Nahrungsergänzungsmitteln wie Kurkumawurzel Extrakte oder Curcumin Kapseln wichtig. Vielfach wird empfohlen zusätzlich schwarzen Pfeffer aufzunehmen, um durch das enthaltene Piperin das Kurkumin besser verwerten zu können. Die Studie im Anhang zeigt dies. Die Aufnahmefähigkeit im Körper soll also durch Piperin gesteigert werden können. Hierzu kann man sich mit einer Prise Pfeffer oder Piperin Extrakten behelfen. Oftmals wird zudem geschildert eine Einnahme von Kurkumin in Kombination mit Fetten wie Olivenöl oder Kokosöl könne die Bioverfügbarkeit verbessern.

In vielen Ländern wird Öl erhitzt und anschließend Kurkuma hinzugegeben. Neben der besseren Entfaltung der Aromen wird auch gemutmaßt, durch das Erhitzen im Fett könne man die Wirkstoffe des Gewürzes besser aufschließen, sodass der Körper sie besser aufnehmen kann. Curcumin Kapseln kann man öffnen und in hitzebeständigem Öl kurz erhitzen. Gesättigte Fette eignen sich hierzu am besten. Für ein gesundes Frühstück kann man zusätzlich noch Eier dazugeben und ein leckeres Rührei zaubern.

  • 1,5 bis 3 Gramm der frischen Wurzel sind pro Tag zu empfehlen.
  • Beim getrocknete Pulver oder Extrakt werden in der Regel 1,2 bis 1,8 Gramm pro Tag eingenommen laut University of Maryland Medical Center.

Die genaue Einnahme wird meist vom Hersteller auf der Verpackung angegeben. Extrakte der Kurkumawurzel dienen nicht als Ersatz für Medikamente.



Potentielle Nebenwirkungen der Kurkumawurzel

Bei Krankheiten, Unsicherheiten oder Unverträglichkeiten sollte ein Arzt zur Beratung herangezogen werden. Eine Überdosierung ist nicht zu empfehlen. Recherchen zufolge sollte man von einer Einnahme absehen, wenn man unter Lebererkrankungen wie einer Leberentzündung oder einer Entzündung der Gallenblase leidet und insbesondere hohe Dosen meiden. Es gibt zudem keine ausreichenden Erkenntnisse über den Einsatz bei schwangeren, stillenden Müttern oder Kindern. Es gelten deshalb die Dosierungsempfehlungen von Herstellern und Ärzten. Im Handel erhältliche Präparate enthalten eine höhere Menge an Wirkstoffen als das in der Küche verwendete Gewürz. Magenbeschwerden, Bauchkrämpfe und Beschwerden im Bereich des Magen-Darm-Traktes werden beschrieben, wenn über einen zu langen Zeitraum zu hohe Dosen an Kurkumawurzel Extrakten eingenommen werden. Auch, wer unter einer akuten Magenschleimhautentzündung leidet sollte sich deshalb vor einer Einnahme von einem Arzt beraten lassen.

Curcumin Kapseln, Extrakte und Co

Beim Beziehen von Extrakten aus der Kurkumawurzel und Curcuminkapseln sollte man sich versichern, dass keine künstlichen Zusätze in der Liste der Inhaltsstoffe zu finden sind. Lediglich die Zugabe von Piperin (Schwarzer Pfeffer Extrakt) und Füllstoffe sind tolerierbar. Die Kapseln sind in der Regel vegetarisch und vegan. Normalerweise wird eine Kur über mehrere Wochen oder Monate durchgeführt, weshalb die Dosierungshinweise zu beachten sind. Meist werden 3 Kapseln täglich eingenommen.

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Ayurvedische Rezepte mit dem Gewürz

Im Internet gibt es eine Vielzahl an ayurvedischen Heilrezepten mit Kurkuma und Curcumin. Bei asthmatischer Atemnot und Atemwegsproblemen zum Beispiel gibt es ein Grundrezept, welches über Generationen weitergegeben wird und augenscheinlich diverser Erfahrungen zufolge Linderung verschaffen soll. Nachgewiesen ist dies nicht. Dabei wird eine Tasse kochendes Wasser aufgebrüht und mit einem halben Teelöffel Kurkumawurzelpulver versetzt. Dieser Trunk kann auch mit Honig verfeinert werden.

Studien über Curcumin

Studie aus dem Jahre 2009 über Curcuma und Krebszellen:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2758121/

Tierstudie über Curcumin und Piperin:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9619120

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