Helmkraut – Wissenswertes über die Scutellaria lateriflora

helmkraut
Helmkraut Art

Beim Helmkraut handelt es sich um eine Pflanzengattung mit der Bezeichnung Scutellaria lateriflora. Unterschiedliche Bezeichnungen und Arten sind bekannt. So wird das Kraut auch als „Blaues Helmkraut“ oder „Baikal-Helmkraut“ bezeichnet und findet besonders in der Homöopathie Anwendung. Unter Homöopathie versteht man im Allgemeinen eine Behandlungsmethode der alternativen Medizin, die fast ausschließlich pflanzliche Mittel einsetzt. In der schulischen Medizin sind homöopathische Heilmittel weniger angesehen, gerade zur Behandlung schwerwiegender Krankheiten. Manche Menschen sehen darin jedoch eine willkommene Alternative zu teuren und nicht immer förderlichen Medikamenten. Mit einem Blick auf die Kraft der Natur wird so auf rein pflanzliche, statt künstliche Mittel zurückgegriffen. Dennoch ist auch das Wissen um die Wirkung von Helmkraut gerade aus genannten Gründen wissenschaftlich nur sehr dünn untermauert. Bewiesene Erkenntnisse gibt es kaum welche, Studien nur wenige.

Zahlreiche Wirkungsweisen von pflanzlichen Medikamenten sind hingegen unlängst bewiesen, sodass sie immer mehr Anerkennung finden. So haben sich zum Beispiel der Baldrian und das Johanniskraut mittlerweile in vielen Kaufhausregalen und Apotheken durchgesetzt. Beim Helmkraut ist es hingegen ähnlich wie bei den Bachblüten, obwohl durchaus ein paar einschlägige Studien und Untersuchungen mit positiven Ergebnissen bekannt sind. Untersucht wurde insbesondere eine potentielle Anwendung als natürliches Beruhigungs- und Schlafmittel. Den Ruf als psychoaktive Pflanze hat sie mittlerweile in der alternativen Medizin inne. Heilpflanzen, die mit ähnlichen Absichten ihren Einsatz finden sind zum Beispiel die Ashwagandha oder das Passionsblumenkraut.

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Herstellung und Herkunft von Helmkraut

Unterschieden werden diverse Arten von Helmkraut. So das Baikal-Helmkraut (Scutellaria baicalensis) oder das Sumpf-Helmkraut (Scutellaria galericulata) zum Beispiel. Beide gehören der Gattung der Helmkräuter (Scutellaria) an und sind der Familie der Lippenblütler zuzuordnen. Gerade ersteres wurde im 19. Jahrhundert immer populärer und erstmals mit dem europäischen Baldrian verglichen. Großen Zuspruch findet die Pflanze in der traditionellen chinesischen Medizin, auch bekannt ist sie unter der Bezeichnung „Huang qin“ bereits seit langer Zeit. Das hierzulande käufliche Helmkraut Extrakt oder der Tee bezeichnet sich meist mit „Scutellaria lateriflora“. Es handelt sich hierbei um ein robustes mehrjähriges Kraut der Minz-Familie Lamiaceae (Lippenblüter), welches in Nordamerika heimisch ist. Die Pflanze wird bis zu 80 Zentimeter hoch und fühlt sich in feuchter Umgebung wohl. Die Helmkraut-Art wächst in der Nähe von Sümpfen, Wiesen und anderen eher feuchten Lebensräumen. Die blauen Blüten sind knapp einen Zentimeter lang.

An feuchten, bestenfalls sonnigen Standorten kann das Helmkraut einfach aus Samen oder Stecklingen kultiviert werden. In der alternativen Medizin werden die Sprossen von durchschnittlich 3-Jährigen Pflanzen eingesetzt. Hergestellt werden Tinkturen, Tees oder Aufgüsse. Ein Anbau zu Hause gestaltet sich nicht gerade als einfach. In online Shops und einigen Apotheken oder Drogerien kann man die Pflanze relativ kostengünstig als getrocknetes Helmkraut kaufen.

Die Inhaltsstoffe mit Zusammensetzung

Die Inhaltsstoffe wurden bereits mehrfach untersucht und analysiert. Schlussendlich gibt es eine Handvoll erwähnenswerter Inhaltsstoffe, die zusammengefasst werden möchten. In der traditionellen, chinesischen Medizin findet das Kraut Anwendung bei Bluthochdruck oder Infektionen, aber auch anderen Beschwerden wie Unruhe. Hierzulande ist die Wirkungsweise als Medikament nicht zugelassen. Vertrieben wird das Produkt in Deutschland meist als Helmkraut Tee oder Extrakt-Kapseln. Folgende Zusammensetzung weist die Pflanze auf:

  • Bio-Flavonoid Scutellarin und andere Flavonoide
  • Oroxylin A
  • Baicalin
  • Harze
  • Gerbstoffe
  • ätherische Öle
  • Wogonin (Flavonoid hauptsächlich aus der Pflanzenwurzel)

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Anwendung von Helmkraut in der alternativen Medizin

Das enthaltene Wogonin wurde bereits intensiv auf mögliche Wirkungsweisen untersucht. Es kommt besonders in Helmkräutern vor und soll vielen Berichten zufolge nach traditioneller Überlieferung Beruhigung und innere Ruhe fördern. Den Überlieferungen zufolge sollen die Sinne dabei klar bleiben und nicht getrübt werden. Wissenschaftlich bewiesen ist diese Helmkraut Wirkung nicht in der Medizin. Auch deshalb darf das „Sumpfhelmkraut“ nicht mit Eigenschaften wie beruhigend oder fokussierend von Händlern angeboten werden. Trotz aktueller Datenlage kann es interessant sein bereits durchgeführte Studien und Untersuchungen näher zu beleuchten.

In einer kleinen, placebokontrollierten Studie zeigte das Kraut den Informationen zufolge augenscheinlich bei 9 Freiwilligen angstreduzierende Effekte. Die Scutellaria lateriflora führte in den Untersuchungen nicht nur zur Verringerung von Angst, sondern verbesserte zudem noch die Stimmung ohne eine Verschlechterung in der Konzentrationsfähigkeit herbeizuführen. Die Studie findet sich im Anhang verlinkt. Elemene im Helmkraut hatten in vitro potentielle Anti-Krebs-Eigenschaften aufgezeigt. Studien an Menschen haben eine derartige Wirksamkeit allerdings nicht bestätigt. Diterpene, isoliert von Scutellaria lateriflora hatten in vitro eine zytotoxische Aktivität gegen drei menschliche Krebszelllinien gezeigt.

Beruhigung und Angst durch Helmkraut Tee bekämpfen?

Mittels der durchgeführten Studien erschließt sich die Annahme man könne möglicherweise Unruhe, Angstzustände und innere Anspannung mit Helmkraut bekämpfen. Die durchgeführten Untersuchungen sind allerdings noch nicht abschließend genug, um diese Rückschlüsse zu bestätigen. Beweise seitens der zuständigen Behörden bleiben noch aus. Fest steht jedoch, dass die traditionelle chinesische Medizin sehr wohl bei derartigen Beschwerden auf das Helmkraut zurückgreift. Dort wird die beruhigende Wirkung als eher mild und subtil beschrieben. Weiterhin finden sich Hinweise, dass auch ein Einsatz bei Kopfschmerzen oder Entzündungen möglich sein könnten, da diverse Quellen es als „schmerzstillend“ beschreiben.

Wissenswertes über die potentielle Wirkung der Scutellaria lateriflora

Diverse Studien haben sich mit der möglichen Wirkungsweise beschäftigt. So wurde beispielsweise im Jahre 2002 untersucht, was es mit den potentiell angstlösenden Eigenschaften auf sich hat. Das Wurzel-Flavonoid extrahiert vom Baikalhelmkraut wurde mittels Untersuchungen an Ratten näher durchleuchtet. Der Studie zufolge könne das Wogonin wie Benzodiazepane an GABA-Rezeptoren binden, ohne Müdigkeit oder Muskelschwäche hervorzurufen (typische Nebenwirkungen einiger Medikamente). Auf diese Weise bestünde angeblich sogar die Möglichkeit Wogonin aus Helmkraut als Anti-Epileptikum einzusetzen.

Eine Forschergruppe aus Hong Kong konnte augenscheinlich sogar beweisen, dass Helmkraut gegen Bluthochdruck helfen könnte. Die darin enthaltenen Flavonoide Wogonin und Baicalein sollen den Forschern zufolge die fehlerhafte Überproduktion von Kollagen und die Ablagerung an die Herzfasern hemmen. Die Studie gilt zwar ebenfalls nicht als bewiesen für das Kraut als Heilmittel, dennoch ein interessanter Ansatz. Die Studie ist unten verlinkt.

Helmkraut in der Krebsforschung

Auch die Möglichkeit zum Einsatz als potentielles Antikrebs-Therapeutikum wurde untersucht. Dabei unterscheidet das Flavonoid laut Studie zwischen bösartig mutierten Zellen und gutartigen Zellen und soll den Tumorwachstum hemmen können. Dies wird damit erklärt, dass der Zelltod von Krebszellen ausgelöst worden sein soll. Untersucht wurde Helmkraut im Zusammenhang mit diversen Krebsarten wie Brustkrebs, Lungenrebs, Eierstockkrebs und Leukämie oder Knochentumor. Auch diese Quelle findet sich im Anhang dieses Textes.

Helmkraut gegen Pickel und Haarwuchs?

Anzeichen dafür, dass Helmkraut gegen Pickel oder Haarwuchs helfen könnte gibt es nur wenige. Dennoch wird das Kraut in vielen Cremes und Salben eingesetzt, die in der äußeren Anwendung Pickel und Mitesser reduzieren sollen. Vor allem eine Funktion soll dort allerdings durch das Kraut erfüllt werden: Der Teint soll mehrere Stunden lang mattiert werden.

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Dosierung, Einnahme und kaufen

In den meisten Berichten wird 2-5 g des getrockneten Krauts für eine Tasse Tee als Dosierung zur Einnahme empfohlen. Beim Rauchen des Krauts empfehlen die meisten Hersteller eine Dosierung von 1 bis 2 Gramm. Je nach Helmkraut-Art kann aber auch eine höhere Dosierung notwendig sein. Die „Scutellaria galericulata“ zum Beispiel erfordert bis zu 30 g auf 500 ml Wasser bei der Einnahme. Hier weisen wir deshalb ausdrücklich darauf hin, auf die jeweiligen Herstellerangaben zu achten und von den dortigen Hinweisen nicht abzuweichen. Kaufen kann man Helmkraut am besten online oder in gut sortierten Drogerien.

Diverse Darreichungsformen sind auf dem Markt erhältlich. Einige Konsumenten kochen bevorzugt einen Tee oder nehmen die Kapseln des stark verdünnten Extrakts ein. Andere rauchen das Kraut lieber. Doch Vorsicht, die Dosierungs- und Anwendungshinweise der Hersteller sind wie erwähnt streng zu beachten. Zum Kochen eines Tees wird das blaue Helmkraut einfach für 15-20 Minuten in einem Topf gekocht. Alternativ kann man das Kraut auch einfach mit kochendem Wasser aus dem Wasserkocher aufkochen, diese Methode soll aber weniger effektiv sein. Über Nebenwirkungen gibt es nur wenig Angaben, schwangeren Frauen und Herzkranken wird allerdings von einer Einnahme abgeraten. Bei Fragen und Unsicherheiten ist die Beratung durch den Arzt oder Heilpraktiker angeraten.

Studien und Quellen zu Helmkraut

Studie an Ratten:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17692312

Wogonin gegen Bluthochdruck in der Forschung:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20423617

Studie über Angst:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12652886

Studie im Zusammenhang mit Krebs:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20663036

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18070986

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