Gymnema Sylvestre – Wissenswertes über die Gurmar Pflanze

Gymnema Sylvestre
Gymnema Sylvestre

Die Pflanze mit der wenig bekannten Bezeichnung Gymnema Sylvestre ist als Tee, Pulver oder Tabletten erhältlich. Die unterschiedlichsten Mythen ranken sich rund um die Wirkungsweise der oft als medizinische Heilpflanze angepriesenen Nahrungsergänzung. Die Pflanze kommt insbesondere in Asien vor. Die dortigen Wälder – aber auch in Afrika oder Indien können als Heimat der Gymnema Sylvestre bezeichnet werden. Dabei wird sie nicht nur in dortigen Kreisen auch zu medizinischen Zwecken eingesetzt. Unterschiedliche Anwendungsgebiete finden sich so in Überlieferungen wider. Die traditionell verwendeten Wirkstoffe sollen sich in den Blättern befinden. Tatsache ist jedoch, dass es nur sehr wenige Aussagekräftige Studien gibt. Wissenschaftlich bewiesene Wirkungen gibt es zudem keine. Einige, interessante Studien, Erfahrungen und Informationen werden in diesem Artikel zusammengetragen. Unterschiedliche, nennenswerte Inhaltsstoffe sind in der Pflanze enthalten.

Herkunft und Geschichte der Gymnema Sylvestre

Es handelt sich um eine Pflanze, die der Familie der Asclepiadaceae (Seidenpflanzengewächse) zuzuordnen ist. Eine Unterfamilie der Apocynaceae (Hundsgiftgewächse). Die Gymnema Sylvestre oder auch „Gurmar“ findet ihren Ursprung bei den Hindus und wird dort insbesondere in der Ayurveda Medizin eingesetzt. Die ayurvedische Heillehre wird in Indien teils auch von Ärzten praktiziert. In westlichen Ländern und Europa ist die Vorgehensweise hingegen teils stark umstritten. So wird auch zum Beispiel das Extrakt der Ashwagandha – die auch als Schlafbeere bezeichnet wird in der traditionellen Heilkunst gerne verwendet.

Die Gurmar hingegen wird oft auch als „Wunderfrucht“ bezeichnet. Auch in Asien und Afrika ist die als Wunderfrucht bezeichnete Pflanze beheimatet und in Verwendung. Diverse Superfoods werden mit der wunderlichen Bezeichnung betitelt – keinesfalls aber ersetzen derartige Lebensmittel oder Nahrungsergänzungen die klinische Medizin. Gerade aber auch Naturheilpraktiker greifen gerne auf die Gymnema oder auch als Gurmarbooti, Gurmar, Periploca der Wälder und Meshasringa bezeichnete Pflanze zurück.

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Die Gurmar ist als verholzende Schlingpflanze anzusehen, wobei die Blätter gegenständig wachsen. Sie bringen eine elliptische bis eiförmige Form mit. Dabei ist zu erkennen, dass die Blüten hingegen gelblich und klein sind. Die kleinen Fruchtkapseln sind bis zu 8 cm lang und haben eine rundliche Form. Das Hindi-Wort Gur-mar (Madhunaashini in Sanskrit), bedeutet wörtlich „Zucker Zerstörer“. Dies kommt wahrscheinlich daher, dass überliefert wird, die Pflanze sorge dafür, dass bei der Verdauung weniger Zucker durch den Darm aufgenommen würde. Meshasringa (Sanskrit) heißt übersetzt „Widderhorn“, ein Name der der Form seiner Früchte zu verdanken ist. Gymnema leitet sich von den griechischen Wörtern „gymnos“ (γυμνὀς) und „Nema“ (νῆμα), was so viel wie „nackt“ und „Faden“ bedeutet ab.

Herstellung und Darreichungsformen der Gurmar

Die Gymnema Sylvestre Kletterpflanze ist zumeist in Pulverform oder zu Kapseln gepresst wiederzufinden. Die Wurzeln, aber auch Samen und Blätter werden häufig in der ayurvedischen Ernährung eingesetzt. Bei der Herstellung des Pulvers wird in der Regel die getrocknete ganzen Pflanze schonend unter 40°C vermahlen. Hier ist es zu empfehlen zu einem Produkt zu greifen, welches Bio-Qualität aufweist. Auch Fair Trade wäre nicht zu verachten. Normalerweise wird eine Tagesdosis von 2-6 g empfohlen, die nicht überschritten werden sollte. Beispielsweise können Sie das Pulver über Ihr Essen streuen oder in Smoothies verwenden.

Die Inhaltsstoffe

Verwendet für die Herstellung wird die ganze Pflanze, vor allem die Blätter und auch die Wurzel. Insbesondere die enthaltene Gymnemasäure soll maßgebender Grund dafür sein, weshalb die Gymnema Sylvestre auch als Gurmar bezeichnet wird, was soviel wie „Zuckerzerstörer“ bedeutet. Bei der vorhandenen Gymnemasäure handelt es sich um Glycoside, die den „süßen Geschmack unterdrücken“ sollen, siehe Anhang zum Link der Uni Hohenheim. Studien haben dieses Thema beleuchtet, seitens der europäischen Kommission gibt es jedoch keine offizielle Bestätigung. Der Stoff wurde aus der indischen Schlingpflanze Gurmar isoliert. Folgende chemische Bestandteile sind laut „Pflanzenguru“ in der Gurmar zu finden:

Gymneminsäure A-D und V-Z, Gymnemasine A-D, Gymnemaside I-VII, Gymnemoside a-f, Gymnemagenin, Alanin, Isoleucin, ?-Aminobuttersäure, Adenin, Cholin, Valin, Betain, das Alkaloid Gymnamin, Hentriacontan, Pentatriacontan, Nonacosan, Conduritol-A, Tritriacontan, Inositol, Alpha-Chlorophyll, ß-Chlorophyll, d-Quercitol, Buttersäure, Ameisensäure, Weinsäure, ß-Amyrin, Lupeol, Stigmasterol, Gymnamosaponine, Gymnemagenin, Gymnestrogenin, Gypenosid.

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Welche Wirkungen werden der Gymnema Sylvestre nachgesagt?

Bei den Inhaltsstoffen fällt bereits auf, dass viele Säuren enthalten sind. In der Ayurveda werden der Gymnema Sylvestre bestimmte Wirkungen und Anwendungsgebiete nachgesagt. Auf Basis durchgeführter Studien und Überlieferungen wird die Pflanze oftmals naturheilkundlich eingesetzt. Um welche es sich hierbei handelt möchten wir im folgenden kritisch klären. Beachten Sie jedoch, dass diese Wirkungen nicht wissenschaftlich nachgewiesen und demnach nicht als gesundheitsbezogene Angaben zugelassen sind.

Hilfe Beim Abnehmen und Diät?

Gibt es hier möglicherweise eine Wirkung und Beeinflussung auf die Zuckeraufnahme? Häufig wird die Pflanze mit dem Blutzuckerspiegel in Verbindung gebracht. Viele Anwender beschreiben zudem, dass Zucker nach der Aufnahme von Gymnema Sylveste Pulver oder Extrakt komplett anders und eher lasch/sandig schmeckt. Naheliegend ist hier zum Einen, dass die Lust auf Süßes reduziert werden soll. Bestandteile in Gymnema sollen aber zum Anderen einer koreanischen Studie an Ratten zufolge bewirken, dass angeblich eine reduzierte Menge Zucker durch den Darm absorbiert wird. Demzufolge wurde beobachtet, dass sich Zuckeraufnahme durch den Darm im Verdauungsprozesses deutlich verringert hat.

Die bereits angesprochenen gymnemischen Säuren sollen hier maßgebend beeinflussen. Von der Struktur her ähneln die Säuren den Glucosemolekülen. Aus diesem Grunde geht man davon aus, dass sie sich auch dementsprechend ähnlich im Darm verhalten. Der Studie zufolge sollen sich diese nämlich an die Darmzepeptoren heften und damit die Anbindung von Glucosemolekülen verhindern. Die bezugnehmende Studie finden Sie am Ende dieses Artikels. Die beschriebene Wirkung ist trotz Studie und ayurvedischem Einsatz noch umstritten und nicht wissenschaftlich bewiesen.

Bezug zu Diabetes

Studien weisen Anzeichen dafür auf, dass die traditionelle Anwendung von Gymnema sylvestre bei Diabetes wirkungsvoll sein könnte. Auch hier gibt es nur wenige Humanstudien, die als offiziell anerkannt gelten. Forscher aus Indien haben sich speziell mit der potentiellen Wirkung der Pflanze für Diabetes-Patienten auseinandergesetzt. Demnach soll sie sich auf die Insulinproduktion und den Blutzuckerspiegel auswirken können. Die Forscher erkannten, dass eine Erhöhung der Insulinproduktion Folge der Einnahme von Gymnema Sylvestre sein solle. Dies ist den Forschern zufolge auf eine regenerative und stimulierende Wirkungsweise auf die Zellen der Bauchspeicheldrüse zu verdanken. Auch hier gehen die Forschungen jedoch weiter, sodass diese Eigenschaft nicht bewiesen ist und keine verbindliche Aussage getroffen werden kann.

Mögliche Anwendungsgebiete?

Den bisher getätigten Studien zufolge ließe sich die Pflanze demnach als Nahrungsergänzung zur losen Einnahme mit Flüssigkeit, im Tee oder in Smoothies einsetzen, um seinem Körper die Eigenschaften der Gymnemasäure wie die „Unterdrückung des süßen Geschmackes“ zugute kommen zu lassen. Zumindest wird sie in der Ayurveda Heillehre und auch hierzulande in der Naturheilkunde bei unterschiedlichen Beschwerden eingesetzt. Wir weisen Sie jedoch darauf hin, sich bei Unsicherheiten an den Arzt oder Heilpraktiker zu wenden. Medikamente können durch Gymnema Sylvestre Präparate nicht ersetzt werden.

Da die zuvor genannten möglichen Wirkungen zudem nicht bewiesen sind kann man lediglich auf Erfahrungen in der Naturheilkunde zurückgreifen. Der Hersteller Mc Vital bewirbt seine Produkte beispielsweise mit „Blutzucker Balance“ und „reguliert den Blutzuckerspiegel“, allerdings ohne dass wissenschaftliche Beweise geliefert werden. Der Hersteller beruft sich hierbei lediglich auf seine Rezeptur, in welcher zusätzlich unterschiedliche Nährstoffe und auch unter anderem die Bittermelone enthalten sind. Die Bittermelone gehört zur Familie der Kürbisgewächse und wird vielerorts ebenfalls als Heilpflanze eingesetzt. In manchen Kreisen wird die Heilpflanze auch als „Hausmittel“ ähnlich wie Apfelessig Kapseln verwendet.

Dosierung und Einnahme von Gymnema Sylvestre in der Ayurveda

In der Ayurveda wird vom Blattpulver / Wurzelpulver in der Regel 2 – 6 g als Dosis empfohlen. Halten Sie sich hier aber an die Empfehlungen der Hersteller. Für gewöhnlich werden 2 Kapseln/ Tabletten zur Einnahme täglich empfohlen, dies variiert je nach Herstellerkapsel. Auch hier wird meistens angegeben, dass eine längerfristige Anwendung notwendig ist.

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Eventuelle Nebenwirkungen

Augenscheinlich soll eine Einnahme über einen Zeitraum von 20 Monaten unbedenklich, ohne große Gymnema Sylvestre Nebenwirkungen sein. In der Schwangerschaft und Stillzeit sollte man vorsichtig sein, da die Effekte auf schwangere Frauen und stillende Mütter nicht erforscht sind. Beraten Sie sich hier mit Ihrem Arzt. Da es Rückschlüsse auf eine mögliche Wirksamkeit bei Diabetes gibt, sollten Diabetiker bei der Einnahme stets den Blutzuckerspiegel im Auge behalten. Unter Umständen könnte Gymnema Sylvestre Veränderungen bei der Blutuntersuchung vor- und nach einer Operation herbeiführen. Empfohlen wird in einschlägigen Ratgebern deshalb bei Kenntnis einer bevorstehenden Operation die Einnahme für circa 2 Wochen zu pausieren. Achten Sie immer auf die Produktbeschreibung des Herstellers. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sollten ebenfalls von einer Einnahme absehen – siehe Herstellerangaben.

Studien über Gymnema Sylvestre beziehungsweise Gurmar

Zuckerunterdrückende Eigenschaften?:

https://www.uni-hohenheim.de/uploads/media/Abtractband_EFT_2009.pdf

Studie mit Versuchen an Ratten:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15168555

Studie über möglicherweise Potential zur Behandlung von Diabtetes:

http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0378874102000594


Bildquelle: Von VinayarajOwn work – Wikipedia.org Creative Commons CC BY-SA 3.0

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