Gotu kola – Tigergras (Centella asiatica) in der Literatur

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Gotu kola

Die aus Asien stammende Gotu kola Pflanze wird auch als Centella asiatica bezeichnet. Insbesondere in den asiatischen Ländern, China, Indien und Indonesien wird sie traditionell seit vielen Generationen als Heilpflanze eingesetzt. In der indischen Ayurveda Heilkunde ist die Pflanze hoch geschätzt. Die auch als Tigergras oder Indischer Wassernabel bezeichnete Pflanze wird als Nahrungsergänzungsmittel insbesondere zur Zubereitung von Tees oder als Kapseln angeboten. Besonders bei ayurvedischen Ärzten und Heilpraktikern genießt sie einen hohen Status. In der schulischen Medizin wird indes weiter geforscht, hier findet Gotu Kola kaum an Beachtung. Eine Handvoll Studien gibt es dennoch.

Was ist Gotu kola?

Die 20 cm hoch werdende sehr wuchsfreudige Pflanze hat bis zu 250 cm lange Ausläufer und bildet so schnell ganze begrünte Teppiche. Sie ist im gesamten asiatischen Raum , der Traditionellen Chinesischen Medizin und im Ayurveda ein wichtiges und beliebtes Hausmittel gegen eine Reihe von Unpässlichkeiten und Situationen.

So helfe es bei der Meditation, da es einen positiven Effekt auf die Konzentration haben soll. Berichten zufolge heißt es auch, dass Gotu kola die seelische sowie körperliche Reinigung fördere – so die Überlieferung. Die moderne Wissenschaft hat die beruhigenden Wirkstoffe Brahmosid und Brahminosid in der Pflanze nachweisen können ( Quelle : Plant Resources of Southeast Asia). Dennoch existieren keine gesundheitlichen Wirkungsbeschreibungen, die durch die europäische Kommission zugelassen sind. Hierfür gibt es eine Reihe unbestätigter, interessanter Studien. Hersteller sind in Europa dazu verpflichtet lediglich auf die Überlieferung hinzuweisen und keine Heilwirkungen anzugeben.

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Gotu Kola in der Küche

Die Pflanze ist nicht toxisch und wird in Asien als dezent bitteres Küchenkraut sehr geschätzt .Auch heißer Reis wird gerne mit frischen, gehackten Centella Blättern sowie Ghee vermischt verzehrt, so ähnlich wie in Deutschland Petersilie und Butter dazu benutzt wird. Ein Salat aus Gurke, Weißkohl und als reichliches Gewürz frisches Centella ist in der malaysischen Küche sehr beliebt mit einer von zwei Saucen Pflanzenöl wie Sesam mit Anchovis oder Pflanzenöl mit Chillie (Sambal) .

Gotu Kola Tee und Umschläge

Ein Tee der Pflanze wird zur Schönheitspflege seit Jahrtausenden eingesetzt, indem die Haut damit gewaschen wird oder der Tee dem Bad zugesetzt wird. Ihm wird in Asien wundheilende Wirkung zugeschrieben, beruhigt Haut und auch Schleimhaut – so heißt es. Auch bei Akne, Cellulitis, Narben und schlecht heilenden Wunden können Waschungen und Umschläge versucht werden.

Ob diese warm oder kalt, lang oder nur kurz Zeit einwirken sollen ist nicht genau dokumentiert. Diverse Studien zeigen, dass Centella großzügig dosiert werden muss um Wirkung zu zeigen, Mindestens 20 Gramm des getrockneten Krautes oder mehrere Gramm eines Extraktes sollen nötig sein, um einen Effekt bewirken zu können. Auch große Pharmafirmen forschen bereits an dieser Pflanze.

Ein Tee, heiß oder kalt, aus dieser Pflanze oder auch der frisch gepresste Saft mit Wasser verdünnt ist ein beliebtes – wegen des feinen Bitteraromas auch sehr erfrischendes Getränk. Gemessen an den Nährstoffen ist Gotu kola mit den Vitaminen und Mineralien von Petersilie vergleichbar.

100 gr des frischen Krautes enthalten:

  • 170mg Kalzium
  • 3.1mg Eisen
  • 414mg Kalium
  • 6.58mg Beta-Karotin
  • 0.15mg B1
  • 0.14mg B2
  • 1.2mg Niacin
  • 4mg Vitamin C.

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Lebensraum

Die Pflanze ist eine Tropen- und Subtropenpflanze und verträgt keine Kälte. In ihrem natürlichen Lebensraum wächst sie in voller Sonne, doch verträgt sie zudem keine Trockenheit. Nach drei Monaten Wachstum bringt ein Hektar Acker 8000 kg an frischen Blättern in den Tropen. Am Küchenfenster wächst sie den Winter über immer gelblicher werdend und stirbt dann ab, wohl weil diese Pflanzen ausreichend Licht ähnlich der Tropensonne benötigen.

Inhaltsstoffe und Dosierung

Gotu Kola kann man in Kapselform, als Creme, Tee, Tinktur oder Cremes kaufen. Dabei ist stets auf eine kühle und trockene Lagerung zu achten. In Studien wird von Dosen zwischen 20 und 180 mg pro Tag gesprochen. Die Dosierung hängt von der Darreichungsform und den Herstellerangaben ab. Das Extrakt wird für gewöhnlich mit 50 bis 250 mg pro Tag dosiert. 3 mal am Tag wird das Extrakt eingenommen. Dabei ist darauf zu achten, dass etwa 40% Asiaticoside, knappe 30% Asiatic-Säure, 30% Madecassic-Säure und 1 bis 2 % Madecassoside enthalten sind.

Beschriebene Wirkungen in der Literaur

Die Pflanze soll als Tee harntreibend wirken, ähnlich wie die Brennnessel und könnte Berichten zufolge so möglicherweise helfen Giftstoffe auszuscheiden. Studien deuten auf eine mögliche Anwendung als Stärkungsmittel bei Epilepsie oder Demenz hin, wobei eine solche begleitende Therapie jedoch nur nach Absprache mit einem Arzt gewagt werden sollte. Klinisch wurde dies bisher nicht verifiziert.

Aktuell werden Medikamente aus der Pflanze entwickelt, beziehungsweise wird in folgenden Bereichen eine potentiell positive Auswirkung erforscht, die immer wieder beschrieben wird. Diese sind aktuell wissenschaftlich noch nicht wasserdicht bekräftigt worden:

  • Müdigkeit
  • Depressionen
  • Ängste
  • Wundheilung
  • Chronisch-venöse Insuffizienz
  • Durchblutungsförderung
  • Diabetes
  • Gotu kola bei Schlafproblemen

In Studien an Tieren wurde festgestellt, dass die Inhaltsstoffe der Gotu Kola beruhigende Effekte ausgelöst hatten. In asiatischen Ländern und der alternativen Medizin wird die Pflanze aus diesem Grunde gerne auch als natürliches Mittel zur Unterstützung bei Schlafstörungen eingesetzt. Hierzu gibt es jedoch bisher keine Studien, die am Menschen durchgeführt wurden.

Einsatz zur Wundheilung und Stärkung?

Gotu kola findet seinen Einsatz in der Alternativmedizin auch bei Erkältungen und Atemwegsbeschwerden. Angeblich sollen Heiler aus der Antike 200 Jahre alt geworden sein, indem sie Gotu kola einsetzten. Interessant an dieser Stelle auch das sogenannte Kraut der Unsterblichkeit.

Die auch als „Brunnen des Lebens“ bezeichnete Gotu kola enthält Triterpenoide. Die im Anhang aufgeführte Studie untersuchte einen Zusammenhang mit den in der Ayurveda beschriebenen Wundheilenden Effekten. Tier- und Laborversuche sollen gezeigt haben, dass die enthaltenen Triterpenoide in Gotu kola die Wundheilung unterstützen konnten. Dem soll eine Stärkung der Haut, bessere Durchblutung der Haut und antioxidative Effekte in Wunden einher kommen. Die Centella asiatica wird deshalb in Cremes und Kosmetik zur äußeren Anwendung eingesetzt. Traditionell werden aus dem Pflanzenextrakt auch Cremes gewonnen, die Narben, leichte Verbrennungen und Schwangerschaftsstreifen lindern sollen.

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Mögliche Nebenwirkungen von Gotu kola

Gotu kola soll bei schwangeren Frauen, wenn auf der Haut aufgetragen sicher sein. Allerdings ist nicht genügend über eine sichere innerliche Einnahme von Gotu kola während der Schwangerschaft bekannt. Schwangere sollten von einer Einnahme deshalb absehen. Es gibt auch nicht genügend zuverlässige Informationen über die Verwendung von Gotu kola während der Stillzeit.

Berichte lassen vermuten, dass die Pflanze in seltenen Fällen Leberschäden verursachen könnte. Menschen, die bereits eine Lebererkrankung wie Hepatitis haben, sollten deshalb Gotu kola vermeiden. Es könnte die Leberprobleme verschlimmern. Auch ist bekannt, dass Gotu kola in Kombination mit anderen Medikamenten zu erhöhter Schläfrigkeit führen könnte. Um Wechselwirkungen zu vermeiden sollte man mindestens 2 Wochen vor einer geplanten Operation die Einnahme aussetzen.



Studien über Gotu Kola

Wundheilung:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3492213/

Venöse Insuffizienz:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3594936/

Untersuchung bei Schlafmangel:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3116297/

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