Ashwagandha – Wissen über die Schlafbeere

Ashwagandha
Ashwagandha

Die Ashwagandha, auch als Schlafbeere bekannt wird häufig als Nahrungsergänzungsmittel oder Superfood angepriesen. Zu deutsch bedeutet die recht schwer auszusprechende Bezeichnung übrigens „Geruch des Pferdes“. Es handelt sich um eine Pflanzenart, die der Gattung Withania zuzuordnen ist. Auf die oftmals angegebenen Wirkungen und Anwendungsgebiete werden wir in diesem Ratgeber eingehen. Die Wurzel hat tatsächlich einen relativ strengen Geruch, der etwas an Pferde erinnert. Die Pflanze enthält unterschiedliche Nähr- und Vitalstoffe, weshalb sie gerne als Wunderwaffe gegen so manche Beschwerden bezeichnet wird. Jedoch darf man nicht allen Aussagen trauen.

Die Schlafbeere wird von Naturheilpraktikern häufig gegen Schlaflosigkeit und Depressionen empfohlen. Dabei werden ihr noch viele andere Anwendungsgebiete nachgesagt. Beispielsweise schwören auch viele Sportler auf die Wirkungsweise und unterstützenden Eigenschaften. So wird sie traditionell auch gerne in der indischen Medizin eingesetzt. Keinesfalls aber ersetzt das Mittel einen Besuch beim Arzt, wie Sie wissen sollten. Zudem sind diese Aussagen so nicht wissenschaftlich anerkannt. Dennoch existieren einige Studien, die die Wirksamkeit der „Heilpflanze“ untersuchen und auch positive Ergebnisse liefern. Um dies zu untermauern wurden bisher aber keine offiziellen, wissenschaftlichen Beweise angestellt. Wir haben recherchiert und ausprobiert – das Ergebnis unserer Recherchen hier zusammengetragen. Hierbei gibt es sehr unterschiedliche Informationen und Erfahrungen, die sicherlich von Interesse sind.

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Herkunft der Ashwagandha Schlafbeere und die Pflanze

Die Schlafbeere ähnelt rein vom Äußerlichen her stark der hier in Deutschland besser bekannten Physalis. Die krautige Pflanze jedoch erreicht eine Höhe von 30 bis 150 Zentimetern, die mit Trichomen besetzt ist. Dabei weisen die Sprossachsen eine filzige Behaarung und eine Verzweigung auf. Die Blütenstände, bestehend aus 4-6 Blüten sind fast aufsitzend. Der Kelch hat eine Glockenartige Form. Bei Fruchtreife wird der Kelch größer und zudem noch braun. In diesem Zustand ähnelt das Aussehen extrem der Physalis, wobei der Kelch ebenfalls von Licht durchstrahlt wird. Die Beere an sich hat ein rötliches Erscheinungsbild.

Betrachtet man die Herkunft der Ashwagandha, so lässt sich sagen, dass sie überwiegend aus Afrika, aber auch dem Mittelmeerraum sowie China und Mauritius kommt. Auch in Vorder- und Südasien ist die Pflanze zu finden. Sie hat mittlerweile aber weltweit und insbesondere in Indien an Bekanntheit gefunden. So wird sie in der traditionellen, indischen Heilkunst – der ayurvedischen Medizin vielfach eingesetzt. Auch in Nepal und Sri Lanka, aber auch Afrika wird die Schlafbeere regelmäßig bei den verschiedensten Beschwerden verwendet. Die botanische Bezeichnung „Withania somnifera“ deutet auf ein beliebtes Einsatzgebiet und dessen überlieferte Wirkung hin. Sie heißt „Schlafbeere“ , da Whitania übersetzt „Wissenschaftler“ und somnifera „schlaffördernd“ bedeutet – hieraus hat sich dann irgendwann die geläufige Bezeichnung entwickelt. In Deutschland ist die Beere auch als Wildkirsche bekannt.

Inhaltsstoffe der Wurzeln

Man sollte stets zu einem Pulver greifen, welches eine hohe Konzentration der wichtigen Wirkstoffe mit sich bringt. Laut Wikipedia finden sich folgenden Bestandteile in der Ashwagandha Wurzel wieder:

Enthalten sind in der Regel unterschiedliche Alkaloide wie Anaferin, Anahygrin, Cuscohygrin, Nicotin, Tropin und Withasomnin. Zudem noch Withanolide wie Somniferanolid, Somniwithanolid, Withaferin A und Withasomniferanolid.

Ist Ashwagandha gesund?

Die Wurzel der Schlafbeere wird mit vielen als positiv erachtete Effekte auf Gesundheit und Wohlbefinden in Verbindung gebracht. So wird sie in der Regel bei Schlaflosigkeit, Depression, Impotenz und auch Entzündungen angepriesen. Es wurden einige Studien zu der Heilpflanze angestellt. Beschriebene Wirkungen sind allerdings bisher nicht wissenschaftlich belegt. Es soll Studien geben, die hier genannte Anwendungsgebiete untermauern sollen. Auch wurde getestet, ob die Heilpflanze gegen Stress hilft. So wurde auch geprüft, ob die Schlafbeere unsere Gehirnzellen gegen negative Einflüsse aus der heutigen Zeit schützen kann. In einer Studie der Banaras Hindu University soll herausgefunden worden sein, dass Ashwagandha  eine ähnliche Wirkung auf depressive Patienten gehabt haben soll wie gewöhnliche Beruhigungsmittel aus der Medizin. Die Studie hierzu ist am Ende dieses Artikels verlinkt.

De Schlafbeere unterliegt in Deutschland nicht dem BtMG. Mit Berufung auf den Novel-Food-Katalog wurde die Pflanze nicht als neuartiges Lebensmittel eingestuft, weshalb sie als Lebensmittel eingeordnet wird. Mit gesundheitsbezogenen Aussagen dürfen Hersteller nicht werben. In der EU ist die Ashwagandha Schlafbeereenwurzel und auch die Extrakte daraus als Nahrungsergänzungsmittel zugelassen. Sie ist dem hierzulande sehr bekannten Ginseng ähnlich. Das Bundesinstitut für Risikobewertung sagt, dass ihre Sicherheit nicht völlig belegt ist, aber auch bisher keine unerwünschten Wirkungen bekannt sind.

Welche Wirkung wird der Schlafbeere nachgesagt?

Oft wird die Wurzel als „Quelle für neue Energie“ bezeichnet. Neben der bereits erwähnten Studie, die Rückschlüsse auf den Einsatz bei Depressionen zulässt, wurde auch eine indische Studie durchgeführt, die die Beeinflussung der Ausdauer von Radsportlern untersuchte. Hierfür wurde für 8 Wochen zweimal täglich 500 mg Ashwagandha  Extrakt verabreicht. Gegenüber der Placebo-Gruppe wurden nach den 8 Wochen signifikante Verbesserungen in allen Parametern festgestellt. Wissenschaftliche Beweise dafür gibt es hierfür bisher allerdings keine.

Betrachtet man einmal die Inhaltsstoffe, so kann man herausfinden welche Bestandteile, welche Funktion erfüllen. Laut des Portals „Magische Pflanzen“ enthält die Wurzel rund 2,8 % Withanolide, die als Wirkstoffe beschrieben werden. Laut dem Magazin soll der Wirkstoff „gegen Stress, beruhigend und entspannend“ wirken. Für die Einnahme der Schlafbeere gibt es allerdings keine wissenschaftlichen Belege für die dort beschriebene Wirkung. Sicherlich wird die Heilpflanze aber auch deshalb in der ayurvedischen Medizin gerne gegen Depression eingesetzt. Außerdem wurde die Wurzel von den alten Arabern als Droge und Tonikum sowie Aphrodisiakum eingesetzt. Im alten Indien fand die Ashwagandha sogar den Einsatz bei der Behandlung von Tumoren. Auch im alten Ägypten und Griechenland genoss die Schlafbeere nahezu Kultstatus und wurde als Wundermittel angepriesen.

Eine Nutzerbewertung von Amazon – die Rückschlüsse auf die beruhigende Wirksamkeit zulässt will an dieser Stelle noch zitiert werden:

Zur meiner vollsten Zufriedenheit und auch erstaunlicher weiße hat es zumindest bei mir schon nach zwei Wochen spürbar zu wirken begonnenen,vor allem begeistert hat mich der Umstand als mich ein Kollege fragte ob ich krank sei da ich zur Zeit so ruhig sei.

Erstaunlicherweise sind nur wenige, negative Stimmen zu diesem Produkt zu entnehmen. Wir weisen an dieser Stelle allerdings ausdrücklich darauf hin, dass die europäische Kommission diese Wirkungsweisen nicht anerkannt hat – weshalb man sie lediglich auf die überlieferten Praktiken der Ayurveda-Kunde beziehen kann.

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Mögliche Anwendungsgebiete der Schlafbeere

Angepriesen wird das Nahrungsergänzungsmittel häufig bei folgenden Beschwerden:

  • Gegen Entzündungen
  • Gegen Schlaflosigkeit
  • Gegen Potenzprobleme
  • Gegen Erkrankungen des Nervensystems
  • Bei Depressionen und Unruhe
  • Als Begleitmittel bei Krebs (Nicht als Heimlittel)

Wissenschaftlich fundierte Berichte zu den obigen Anwendungsgebieten konnten wir hierzu keine finden. Auch, wenn die Beere bereits über Generationen verwendet wird und in vielen Kreisen bereits Kultstatus erreicht hat – ist die gesetzliche Lage stark umstritten. Solange diese Wirkungsweise nämlich nicht vollständig belegt ist, dürfen Hersteller bisher nicht mit diesen Eigenschaften und Wirkungen explizit werben.

Eine Studie des Institute of Natural Medicine der Toyama Universität für Medizin beschäftigte sich in Japan mit der Wirkung von Ashwagandha, das Gehirn betreffend. Untersucht werden sollte durch die Forscher, die Regeneration von Bestandteilen der menschlichen Nervenzellen. Die sogenannten „Axonen und Dendriten“, in validierten Modellen von Gehirnen. Laut der Studie konnte gezeigt werden, dass das Ashwagandha-Extrakt die Axone und Dendriten von Nervenzellen, die beschädigt waren, reparieren konnte. Auch eine Wiederherstellung der Synapsen war zu beobachten. Geht man von dieser Wirkungsweise aus, so könnte Ashwagandha, wie die Forscher sagten unter Umständen noch bei Krankheiten wie Alzheimer oder Demenz ihren Einsatz finden.

Nichtsdestotrotz gibt es bis auf einige Studien und Erfahrungswerte leider keine offiziellen, wissenschaftlichen Untersuchungen zu dieser Heilpflanze und den oben genannten Wirkungsweisen. Weshalb man sich bisher nicht weiter damit beschäftigt hat, ist uns unschlüssig. Fest steht aber, dass die Beliebtheit immer weiter steigt und immer mehr Menschen die „Wildkirsche“ selbst erfahren möchten.

Welche Nebenwirkungen sind bekannt?

Bei Unsicherheiten sollte die Einnahme der Schlafbeere stets mit einem Arzt besprochen werden.  Zu hohe Dosierungen können zu Magenschmerzen oder Durchfall führen. Mögliche Wechselwirkungen mit Medikamenten sollte man mit dem Hausarzt besprechen.

Einen Arztbesuch ersetzt das Nahrungsergänzungsmittel ohnehin nicht, wenn dauerhafte Beschwerden auszumachen sind. Bisher gibt es kaum oder keine Studien dazu, die die Einnahmen von Ashwagandha-Extrakt während der Schwangerschaft oder bei Kindern untersuchten. Aus diesem Grunde ist eine Verabreichung an schwangere Frauen und an Kinder nicht zu empfehlen. Bei der ähnlichen Heilpflanze Ginseng wurde ebenfalls im Nachgang von Studien abgeraten, diese während der Schwangerschaft einzunehmen, da sie das Risiko von Fehlgeburten erhöhen könnte. Bisherige Nebenwirkungen der Schlafbeere bei erwachsenen Personen sind augenscheinlich bisher nicht bekannt.



Einnahme und Dosierung der Ashwagandha Pflanze

Betrachtet man die obige Studie zur Ausdauer der indischen Radfahrer und Angaben der meisten Hersteller, so kann eine Dosis von 1000 mg (2 x 500 mg Tabletten) als Richtlinie dienen. Dennoch empfehlen unterschiedliche Hersteller, unterschiedliche Dosierungen. Oftmals wird auch von 2 x 300mg pro Tag gesprochen, was als normale Dosis angesehen wird. Man sollte sich hier also strikt an die Angaben des Herstellers halten. Am besten ist es, wenn man sie zu  Mahlzeiten einnimmt. Das Frühstück oder auch das Abendessen eignet sich hierzu am besten.

Darreichungsformen von Ashwagandha

Ashwagandha Pulver ist die gängigste Darreichungsform. Aber auch als Kapseln oder Tabletten kann man die Schlafbeere kaufen. Die getrocknete Frucht ist hierzulande eher selten anzutreffen. Generell ist das Pulver auch getrocknet – denn die Wurzel wird hierfür gemahlen. Hier werden in der Regel 2 Teelöffel in warmes Wasser gerührt. Ganze, getrocknete Wurzeln – die allerdings nur selten hier käuflich sind, verwendet man am Besten für einen Tee. Für diesen Kräutertee werden etwa 3 Gramm in aufgekochtes Wasser gerührt. Um den etwas bitteren Geschmack zu überdecken kann man noch Gewürze wie Kardamom oder Zimt hinzugeben. Bei Bedarf kann man den Tee auch mit etwas Honig süßen.

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Worauf sollte man achten?

Achten sollte man beim Kauf auf die Milligramm Angaben des Extrakts im Verhältnis zum Preis. Zudem sollte genügend Withanolide Extrakt (mindestens 2,5%) zu finden sein. Eine organische Zertifizierung ist sicherlich von Vorteil. Zudem sollte das Produkt bestenfalls rein pflanzliche Inhaltsstoffe beinhalten und keine synthetischen Bestandteile aufweisen.

Anwendung in der Naturheilung

Wie aus diesem Artikel ersichtlich werden sollte, handelt es sich bei der Ashwagandha Wurzel um ein rein pflanzliches Nahrungsergänzungsmittel, dass Medikamente nicht ersetzen kann. Es wird von Heilpraktikern häufig als „Naturheilmittel“ eingesetzt und dient als Ergänzung zur schulischen Medizin und wird auch in Indien auf diese Weise verwendet. Man sollte sich wie bei Heilpflanzen oft, nicht zu viel von der Einnahme erwarten und diese über mehrere Wochen durchführen, um überhaupt spürbare Erfolge erzielen zu können. Da es bisher keine wissenschaftlichen Beweise gibt, sind auch Angaben bezüglich des Einnahmezeitraums und der Wirkung eher Mangelware. Man kann sich also lediglich auf die Angaben der Hersteller stützen und auf Erfahrungen von praktizierenden Personen zurückgreifen. Durchaus sind hier viele positive Berichte zu entnehmen. Bei Fragen zur Einnahme kann man häufig auch den ortsansässigen Heilpraktiker oder Hausarzt konsultieren. Gerade Heilpraktiker arbeiten fast ausschließlich mit Naturheilmitteln, weshalb auch viele von der Schlafbeere Kenntnis haben sollten.

Studien über die Schlafbeere

Studie im Hinblick auf sportliche Betätigung / Ausdauer:

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3545242/

Studie im Hinblick auf Antidepressivität:

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11194174

Studie zur Gehirnforschung mit Ashwagandha-Extrakt:

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15711595


Bildquelle: Von Roger Culos / commons.wikimedia.org/wiki/User:Erc%C3%A9

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