Algen Tabletten – Inhaltsstoffe und Anwendung von Algentabletten

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Algen

Algen sind vor allem in Mittelamerika und Südostasien sehr verbreitet. Sie genießen dort eine große Beliebtheit in der Küche und werden seit einigen Jahren auch als Nahrungsergänzungsmittel verwendet. Trotz des allgemein guten Rufs sind noch viele Wirkungen und Nebenwirkungen nicht genügend erforscht und viele begegnen den Pflanzen mit Skepsis. Dieser Artikel soll sich mit den einzelnen Aspekten dieser Pflanze beschäftigen.

Was sind Algen Tabletten?

Algentabletten werden hauptsächlich aus zwei Algenarten hergestellt. Die Spirulina ist eigentlich eine Gattung der Cyanobakterien und wurde früher als Blauwasseralge bezeichnet, während die Chlorella zu den Süßwasseralgen gehört. Jedoch unterscheiden sich die Pflanzen in ihren nachgesagten Wirkungsbereichen wenig und werden oft auch in Kombination miteinander verwendet.

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Die Spirulina kommt schon seit ungefähr 3,5 Milliarden Jahren vor und wurde bereits im 15. Jahrhundert von den Azteken in Mexiko konsumiert. Man hat sie als blaugrünen Schlamm geerntet, zu Fäden getrocknet und verzehrt. Schließlich verschwand die Spirulina in Mexiko, als die Seen, welche diese Mikroalge lieferten, trocken gelegt wurde, um Platz für den Anbau anderer Lebensmittel zu schaffen.

Auch am Ufer des Tschadsees nutzt der Stamm der Kanemba die Alge. Dort ist sie ein wesentlicher Nahrungsbestandteil in Hungersnöten. Im Jahr 1974 bezeichnete die WHO die Spirulina als „Bestes Nahrungsmittel der Zukunft“ und Anfang der 80er Jahre fand sie erstmals Anklang in Deutschland als Wundermittel für Gewichtsverlust. Diese Wirkung konnte jedoch bisher nicht ausreichend bestätigt werden.

Die Chlorella ist mit 2,5 Milliarden Jahren etwas jünger und wurde zuerst vorwiegend in Asien produziert und konsumiert. 1890 begann der niederländische Mikrobiologe M.W. Beijerinck die Pflanzen zu erforschen.

Mitte des 20. Jahrhunderts ist es japanischen Forschern gelungen die Chlorella als kommerzielles Nahrungsmittel anbieten zu können. Dies erwies sich zuerst als schwierig, da die Mikroalge in ihrem naturbelassenen Zustand nur schwer verdaulich war. Der Grund dafür war die aus Zellulose bestehende Zellwand, die vor dem Verzehr aufgebrochen werden musste.

Herstellung von Algentabletten

Während die beiden Algensorten in der Verarbeitung zum Endprodukt sich ähnlich sind, unterscheiden sie sich jedoch in der Form ihrer Kultivierung.

Die Spirulina wird sowohl in offenen als auch geschlossenen Wasserkulturen bei durchschnittlich 37 Grad Celsius mit Kohlenstoffdioxid, welches die Spirulinakulturen für ihre Photosynthese und das daraus resultierende Wachstum benötigen, bestellt. Das Kohlenstoffdioxid gewinnen die Bakterienkulturen teilweise durch ihre Umwelt, zudem wird ihnen das wichtige Treibhausgas auch mittels verschiedener anderer Quellen zugeführt.

Sobald der Bestand reif zur Ernte ist, wird er mit Hilfe einer Durchlaufzentrifuge oder eines Filters aus dem Wasser gepumpt und im Sonnenlicht oder mit Heißluft getrocknet.

Die Chlorella kann entweder ähnlich wie die Spirulina in Becken angebaut werden, oder durch ein Glasröhrensystem, welches beispielsweise in der Anlage in Klotze, in der Altmark, angewendet wird. Hierbei werden 500km lange mit Wasser gefüllte Glasröhren verwendet, in denen die Süßwasseralgen gezüchtet und wie auch die Spirulina mit Kohlenstoffdioxid angereichert werden.

Der Vorteil dieser Kultivierungsweise liegt darin, dass die Algen genügend Sonnenlicht erhalten und vor Schadstoffen geschützt werden. Sobald die Pflanzen reif sind, werden auch sie herausgefiltert und getrocknet.

Danach werden beide Algensorten je nach Verwendungszweck pulverisiert, zu Algentabletten gepresst oder in Kapseln gefüllt. Bei Chlorellapflanzen wird in einem weiteren Schritt noch die Zellwand geöffnet.

Inhaltsstoffe und Zusammensetzung von Algen

Spirulinatabletten bestehen aus: Proteine, Vitamin B1, Vitamin B2, Vitamin B3, Vitamin B5, Vitamin B6, Vitamin B12, Vitamin E, ß-Carotin, Sulfolipide, Kohlenhydrate, Chlorophyll, Mineralstoffe

Tabletten aus Chlorella bestehen aus: Proteine, Vitamin A, Vitamin B1, Vitamin B2, Vitamin B3, Vitamin B5, Vitamin B6, Vitamin B7, Vitamin B9, Vitamin C, Vitamin D, Vitamin E, Vitamin K, Chlorophyll, Mineralstoffe.

Die Proteine beinhalten sämtliche Aminosäuren, die für den Körper essentiell sind. Zudem ist der Prozentanteil des Spurenelements Jod sehr gering. Ungeachtet dessen sollten Patienten, die wegen einer Schilddrüsenerkrankung in Behandlung sind, sich mit ihrem behandelnden Arzt in Verbindung setzen, um die korrekte Einnahme und Dosierung von Algentabletten sicherstellen zu können.

Algen Tabletten Wirkung und Anwendung laut Studien

Sowohl der Spirulina als auch der Chlorella wird die Fähigkeit nachgesagt Schwermetalle und radioaktive Strahlung aus dem Körper schwämmen zu können. Während es bei der Spirulina Studien gibt, die an Menschen durchgeführt wurden und diese Theorie zu bestätigen behaupten, wurden für Chlorellastudien bisher nur Nager verwendet. In Folge dessen ist die Wirkung nicht vollständig bestätigt.

Algentabletten zur Stärkung der Leber?

Auch wird von Algentabletten behauptet, dass sie die Leber stärken und Leberzellen schützen können. Diesbezüglich wurde eine Studie durchgeführt, in der Leberzellen sowohl mit Spirulina- als auch mit Chlorellazellen behandelt wurden. Diese Studie ist zu dem Schluss gekommen, dass Spirulina fünf mal stärker und schützender als Chlorella wirken soll. Auch hier gilt aber: Die Studie ist von medizinischer Seite nicht bewiesen.

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Spirulina als Eisenlieferant

Aufgrund des Mineralstoffanteils von Spirulinapflanzen wird auch behauptet, dass diese Cyanobakteriensorte ein guter Lieferant für Eisen, ein für den menschlichen Körper wichtiger Mineralstoff, sein soll. Auch hierzu gibt es Studien, die diese Behauptung bestätigen wollen.

Spirulina für die Unterstützung des Gehirns?

Zudem wurde die Wirkung von Spirulina wurde auf die Entwicklung und Vermehrung von Stammzellen getestet, auch diese Studie fiel positiv aus. Jedoch wurden alle diese Studien an Laborratten und nicht an Menschen durchgeführt.



Spirulina zur Verbesserung des Blutbilds?

Obwohl Algentabletten eine positive Auswirkung auf den Körper zugeschrieben wird, konnte das bisher auf Grund eines Mangels an Studien nicht vollständig bestätigt werden. Zudem sind diese Tabletten nur ein Nahrungsergänzungsmittel und somit ersetzen sie weder einen gesunden Lebensstil noch den Besuch beim Arzt.

Auch gibt es Studien in Bezug auf die angeblich blutdrucksenkende Wirkung der Mikroalgen. Darüber hinaus wird den Pflanzen eine positive Auswirkung auf den Cholesterinwert und eine Senkung des Infarktrisikos nachgesagt. Einige Studien behaupten, dass Spirulinazellen eine positive Auswirkung auf das allgemeine Blutbild haben.

Hierbei sollte noch erwähnt werden, dass obwohl beide Algensorten reich an Proteinen sind und die Spirulina viel Vitamin B12 enthält, diese Bestandteile nicht vollständig von unserem Organsimus aufgenommen werden.

Einnahme und Dosierungsempfehlung

Klare Anweisungen gibt es für die Einnahme von Algentabletten nicht, da die sich von Präparat zu Präparat unterscheiden. Hierzu empfiehlt sich erneut die Absprache mit dem Arzt und das Lesen  des Beipackzettels.

Algen in der Küche

Algen haben schon vor Jahrhunderten ihren Platz in den verschiedenen Küchen der Welt gefunden, man entdeckte sie zum Beispiel bei den Azteken, die die getrockneten Algenfäden mit Getreide und Chilmolli, einer würzigen Sauce, die auf Basis von Tomaten, Chilli und verschiedenen anderen Gewürzen hergestellt wurde, zubereiteten. Bekannte Darreichungsformen:

  • Pulver
  • Getrocknet
  • Kapseln

Asiatische Algengerichte

Auch in Asien und vor allem Japan genießen Algen nach wie vor eine große Beliebtheit und man findet sie oft in den verschiedensten Gerichten, die sogar hier in Deutschland erhältlich sind, wie Sushi, Miso-Suppe oder Ramen.

Man kann Algen aber auch in Essig einlegen, aus ihnen Tee kochen, sie zu Salaten verarbeiten oder sie einfach getrocknet als Snack genießen.

Algengetränke

Darüber hinaus gibt es auch Algenwein, der zwischen 11 und 13 Volumenprozent hat. Obwohl Algenwein rein technisch ein Wein ist, darf man ihn nicht als solchen vermarkten, da laut Lebensmittelrecht nur Weine, die aus Trauben hergestellt werden, auch als solche bezeichnet werden dürfen.

Die alkoholfreie Alternative zu Algenwein wäre Algenlimonade, die laut Angaben ein eiweisbasiertes Getränk mit einem frischen und einzigartigen Geschmack ist. Zudem können auch Smoothies entweder aus ganzen Algen oder Algenpulver hergestellt werden.

Algen in traditionellen Gerichten

Algen kann man auch in der traditionellen Küche verwende. Sie können zu Pesto verarbeitet oder zu verschiedenen Suppen hinzugefügt werden. Alternativ werden Algen auch Omelettes hinzugefügt oder finden ihren Platz in Kuchenrezepten, Pancakes und sogar in Eiscreme.

Algengerichte für spezielle Essgewohnheiten

Produkte wie Algennudeln und Co eignen sich auch für Menschen, die gewisse Dinge nicht essen. Die meisten Sorten sind glutenfrei, wobei sich da empfiehlt auf die Verpackungsrückseite zu achten. Andererseits sind sie auch vegan und sehr nährstoffreich.

Menschen, die sich an eine Low Carb oder ketogene Diät halten, können sich auch an Algen erfreuen, da diese wenig Kohlenhydrate enthalten.

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Mögliche Nebenwirkungen von Algen Tabletten

Wie bereits oben erwähnt sollten Menschen mit Schilddrüsenerkrankungen die Einnahme mit ihrem Arzt abklären, um Komplikationen zu vermeiden. Außerdem kann es auch bei Algen Tabletten zu Unverträglichkeiten und allergischen Reaktionen kommen. Hinzu kommt, dass beide Algensorten viel Chlorophyll enthalten und es somit zu einer leichten Verfärbung des Stuhls kommen kann.

Darüber hinaus sollte beim Kauf von Algentabletten darauf geachtet werden, womit diese angereichert sein könnten, um auch hier ungewollte Reaktionen zu vermeiden. Bei einer Unverträglichkeit kann Chlorella unter anderem Kopfschmerzen, Müdigkeit und Verdauungsprobleme hervorrufen.

Studien über Algen

Studie über die Wirkung von Spirulina auf die motorischen Fähigkeiten von Ratten:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22013740

Studie über die Auswirkungen von Spirulinapflanzen auf die Gehirne von Mäusen:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21697639

Studien über den Wirkungsweise von Spirulina auf Menschen mit Bluthockdruck:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18039384

Toxikologische Studie über die Einnahme von Spirulina und Zink bei einer Arsenvergiftung:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16615668

Studie über die Anwendung von Spirulina bei radioaktiver Strahlung:

http://www.dxn2mlm.com/?p=2455

Studie über die antioxidative Wirkung von Spirulina und Chlorella:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15884862

Studie über die Spirulina als Eisenlieferant:

https://pubs.acs.org/doi/abs/10.1021/jf001193c

Studie über die Auswirkung von Spirulina auf Menschen mit einer Fettleber:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20370930

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